Kita „Haus der kleinen Füße“ startet Präventionsprojekt

Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 4 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt

 

Quelle: Landkurier der Gemeinde Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 und 4

Das Präventionsset

Präventionsset

Wie allgemein bekannt, haben Kinder einen angeborenen Bewegungsdrang. Das ist ein Kennzeichen ihrer Lebensfreude und Vitalität und schult die Wahrnehmung. Aus dieser Tatsache heraus haben wir 2010 das Präventionsset entwickelt. Es besteht aus einer Magnettafel mit Würfelspiel und dem Maskottchen „Policat“ – einer 1,20 m großen Plüschkatze in Polizeiuniform. Der Umgang mit der Magnettafel wird weiter unten auf dieser Seite beschrieben. Gleichermaßen haben wir dieses Handling auch in weitere Sprachen übersetzen lassen, um auch Interessenten, die nicht völlig der deutschen Sprachen mächtig sind bzw. einen Migrationshintergrund haben, unsere Idee näher zu bringen.

Das Präventionsset ist kein „Spielzeug“ für Zuhause. Vielmehr ist es ein Mittel, welches Auszubildende für den pädagogischen Beruf, Erzieher, Lehrer bzw. Sozialpädagogen unterstützend für den Präventionsunterricht mit Kindern nutzen können. Im Altenburger Land ist dieses Präventionswerkzeug seit einigen Jahren bei Kindern sehr beliebt und nicht mehr wegzudenken. Vor Projektbeginn haben sich da und dort themenbezogene Elternversammlungen bewährt.

Und wie kommt man zu einen solchen Präventionsset?

Interessierte Kindereinrichtungen und Schulen im Landkreis Altenburger Land können sich ein Set für ein mehrwöchiges Projekt in ihrer Kindereinrichtung bzw. Schule beim Landratsamt Altenburger Land – Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung – nach Voranmeldung kostenlos ausleihen.

Interessenten aus anderen Regionen wenden sich bitte mit ihrem Anliegen an .

 

 

Das Präventionsmaskottchen „Policat“

  • wertvolles pädagogisches Mittel
  • nimmt Kindern Angst und Unsicherheit
  • übermittelt Vertrauen
  • macht stark
  • wirkt beim Rollenspiel unterstützend mit

 

 

Die Magnettafel

Policat rät: Nicht nur Schokolade! – Tatort Bushaltestelle

Ein Würfelspiel zum Thema „Fass mich nicht an, es ist mein Körper!“

Erläuterungen – kurz und knapp

Mein Kind macht das nicht! „Nimm nichts von Fremden an!“ und „Geh nicht mit Fremden mit!“. Jeden Tag sage ich es meinem Kind, reicht das?

Mit dieser Magnettafel „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ können Sie Kinder durch Hören, Sagen und Sehen im Rahmen der Schulvorbereitung oder im Grund-/Förderschulunterricht kinderleicht auf mögliche Gefahren hinweisen. Sie fördern dadurch die Konzentration, die Aufmerksamkeit und führen Verhaltenstraining durch. Sie üben das NEIN-Sagen! Mit Ihrer Arbeit leisten Sie einen Beitrag zur Gefahrenabwehr.

Didaktische Überlegung

Durch diese Magnettafel können Kinder zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit“ oder „Nimm von Fremden keine Geschenke an“ in den Präventionsunterricht aktiv mit eingebunden werden. Mit einem nachgestellten Tatort „Bushaltestelle“ wird eine Szene dargestellt, in der ein Fremder einem Kind ein Geschenk überreichen will. Warum will er das tun?

Vorderseite

Vorderseite

Rückseite

Rückseite

Wie arbeiten wir mit der Magnettafel?

Spielregeln:
Das Kind würfelt ein Bild der Kategorie „Mögliche Geschenke“ mit dem roten Würfel und legt danach das entsprechende Magnetschild auf das rote Feld mit dem Ausrufezeichen, d. h. der Fremde bietet einem Kind ein Geschenk an; es ist etwas passiert.

Erst nachdem etwas passiert ist, kann Policat seinen Rat geben. Dazu würfelt das Kind mit dem blau-grünem Würfel und ordnet das entsprechende Magnetschild dem grün-blauem Feld mit Fragezeichen zu.

Aufgabe: Besprechen Sie diese Tatortsituationen.

Die gelben Pfeile (Spurenmarkierungspfeile) werden zur näheren Beschreibung des Tatortes genutzt. Nacheinander sollen Merkmale und Besonderheiten des Tatortes markiert und somit hervorgehoben werden, wie z.B.: Bremsspur von PKW-Reifen (hier schwarze Streifen durch Gummiabrieb), Bushaltestellenschild (Verkehrszeichen 224), Buswartehäuschen, angrenzendes Buschwerk, Straßenbelag (hier Bitumen), Gehwegpflasterung (hier Rechtecksteine im Reihenverband) u.v.m.

Zubehör:

  • 6 Magnetschilder mit rotem Rahmen und Abbildungen „möglicher Geschenke oder Lockmittel“ möglicher Täter
  • 1 roter Würfel mit Bildern zu „möglichen Geschenken oder Lockmitteln“
  • 4 Magnetschilder mit grünem Rahmen und Bildern „Was sofort tun?“
  • 2 Magnetschilder mit blauem Rahmen und Hinweisen „Was nicht tun!
  • 1 grün-blauer Würfel mit Bilder zu „was sofort tun“ (grüner Rahmen) und „was nicht tun“ (blauer Rahmen)
  • 1 gelber Pfeil (zum Markieren von möglichen Spuren am Tatort)

 

 

Das vierte Präventionsset

Policat IV ist geboren

Steffen Gründel erhielt als Thüringer des Jahres 2012 eine Siegprämie in Höhe von 2.000 Euro, deren Verwendung ausschließlich für unser Projekt Policat vorgesehen ist. Da Policat nun auch in den Grundschulen eingesetzt werden möchte, lag es nahe, noch ein viertes Präventionsset herstellen zu lassen.

Gleich zu Beginn des Jahres beauftragten wir die Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal mit der Herstellung eines vierten Plüschtiers Policat. Schon durch die Herstellung seiner drei Vorgänger wussten wir, dass diese Einzelanfertigung auch seine Zeit benötigt. Denn wie lautet ein Sprichwort: „Was lange währt, wird gut.“ Und dieses Plüschtier ist  gut geworden, sogar sehr gut! (Das MDR Thüringen Journal berichtete am 01.03.2013).

Am 01.03.2013 ist Policat per Spedition in Altenburg angekommen. Unsere Spannung war auf dem höchsten Niveau angekommen. Gleich im Hausflur mussten wir unsere Neugier entladen.

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Schutzhülle

Policat in der Schutzhülle

Policat erblickt das Licht der Welt

Policat erblickt das Licht der Welt

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Policat erblickte das Licht der Welt.
Mit einer Größe von 120 cm und einem Gewicht von 8 kg ist er schon ein echter Hingucker geworden.

 

Hier können Sie sich das Video „Herstellung Policat IV“ ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Magnettafel

Zum Präventionsset gehört auch noch ein weiteres Teil: Die Magnettafel mit dem Würfelspiel. Diese wurde  – wie ihre drei Vorgängerinnen – erneut in der Fa. Flyerprint.de Altenburg hergestellt. Auf dieser Tafel sind erstmals die Policat-Abbildungen in blauer Uniform dargestellt.
Herr Mario Weber, Geschäftsführer der Fa. Flyerprint.de Altenburg, war so freundlich, die einzelnen Verarbeitungsschritte bei der Herstellung der Magnettafel fotodokumentarisch festzuhalten und uns die Fotos zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

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Druck der Folie

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Ausschneiden der Folie

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Vorderseite der Magnettafel

 

 

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Anpassen der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Herstellung der Magnetschilder

Herstellung der Magnetschilder

Übergabe der Magnettafel

Mario Weber (re.) übergibt die vierte Magnettafel an Steffen Gründel

 

 

 

 

Am 28.02.2013, 17.00 Uhr war es dann soweit. Die Magnettafel mit den Würfeln war fertig und wurde an uns übergeben.

 

 

Am Montag, den 04.03.2013, wird Policat IV gemeinsam mit dieser Magnettafel in der Grundschule Nobitz anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt Policat eingeführt. Das Set verbleibt bis Ende Februar 2014 an dieser Schule und wird vorwiegend in Hortbereich selbstständig durch Pädagogen genutzt.

 

 

 

 

Somit stehen nun vier Präventionssets zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit! Nimm nichts von Fremden an!“ im Altenburger Land zur Präventionsarbeit an Kindereinrichtungen und Grundschulen zur Verfügung.

Steffen Gründel und Walburga Gründel-Syring

Projekt Policat

Der Polizeikater rät allen Kindern: Gehe nie mit einem Fremden mit!

 

Gehe nie mit einem Fremden mit! Nimm keine Geschenke von Fremden an! Steige niemals zu einem Fremden ins Auto! – Sätze, die Eltern und Großeltern ihren Kindern und Enkelkindern immer wieder aufs Neue einschärfen. Und doch werden jedes Jahr wieder Kinder Opfer sexueller Gewalt. Der Altenburger Polizeibeamte Steffen Gründel hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Walburga Gründel-Syring ehrenamtlich ein Projekt initiiert, das Kindergärten und Elternhäuser in der Präventionsarbeit unterstützen soll.

Anknüpfend an das erste, vor drei Jahren gestartete Präventionsprojekt „Nina und der Fremde“ ist nun das Folgeprojekt „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ im Altenburger Land angelaufen. Derzeit haben die Kindergärten des Landkreises die Möglichkeit, die neu entwickelten Policat-Spiel- und Lernmodule für jeweils einen Monat in ihrer Einrichtung zu nutzen. „Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder beim Gegenüberstehen eines Fremden Gefahrensituationen erkennen, weglaufen, laut nach Hilfe schreien und niemals mit ihnen gehen. Die Kinder sollen lernen, ein gesundes Misstrauen gegenüber Menschen zu entwickeln, die sie nicht kennen“, erklärt Steffen Gründel.
Policat, der große Polizeikater in Uniform und aus Plüsch, war in den letzten vier Wochen zu Gast bei den vier- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen im Kindergarten „Knirpsenland“ in der Altenburger Bonhoefferstraße.

Praktikantin Katja Meister erklärt den Kindern eine Gefahrensituation und übt mit ihnen, wie man sich richtig verhält.

„Kinder und Eltern“, so berichtet die Leiterin der Einrichtung Birgit Heinrich, „haben das Projekt begeistert angenommen“. Policat-Hauptelemente sind eine Magnettafel und ein Würfelspiel. Im Umgang damit sollen die Kinder lernen, sich nicht mit Geschenken wie Schokolade von Fremden locken zu lassen. „Zu diesem Zwecke werden Gefahrensituationen nachgespielt und besprochen, es wird geübt, wie man der Verlockung widersteht und laut um Hilfe ruft“, erklärt Birgit Heinrich weiter. Und Policat, der Polizeikater, steht den Knirpsen dabei mit seinem Rat zur Seite. Am liebsten wollen ihn die Kinder gar nicht mehr hergeben. Doch der uniformierte Kater zieht schon bald weiter – in den nächsten Kindergarten, um den Mädchen und Jungen zu sagen: „Gehe nie mit einem Fremden mit!“

Text und Foto: J.F.

 

 

Quelle: Nichtamtlicher Teil – Amtsblatt Altenburger Land Nr. 8/04. Juni 2011

Erfahrungsbericht 2011 aus dem Kindergarten „Am Finkenweg“ Schmölln

Da wir in diesem Schuljahr 31 Schulanfänger in unserer Kita „Am Finkenweg“ betreuen und auf die Schule vorbereiten, haben wir uns zum zweiten Mal entschieden, im April am Projekt „Policat“ zu arbeiten.


Der Eingangsbereich wurde dem Thema entsprechend gestaltet. Im Vorfeld wurden die Erzieherinnen von Herrn Gründel in einer Dienstberatung angeleitet. Und die Eltern der Vorschulkinder stimmte er in einer Elternversammlung auf das Projekt ein.
In den beiden älteren Gruppen wurde das Projekt mit viel Interesse und Begeisterung aufgenommen und umgesetzt. Die Kinder lernten das Buch von der Nina kennen und lieben.


Die Magnettafel, die Würfel und das gesamte Arbeitsmaterial wurden im Laufe der Zeit von den Kindern im Tagesablauf selbständig eingesetzt und eigene Geschichten erzählt und erfunden.

Auch auf dem Spielplatz wurde das Buch nacherzählt und gespielt, was uns auf die Idee brachte, zur Muttertagsfeier die Geschichte „Nina und der Fremde“ nachzuspielen. Auch das Lied zum Projekt wurde den ganzen Tag gesungen.

Das Thema sollte in jeder älteren Gruppe angesprochen werden, denn Aufklärung ist heute wichtiger denn je. Es war uns allen eine große Freude, die Kinder bei der Arbeit mit diesem Projekt zu beobachten. Wir können nur hoffen, dass kein Kind in die Lage der Nina gerät und von fremden Menschen angesprochen wird.

Ein Dankeschön an Herrn Gründel, der mit seiner Frau ein interessantes und spannendes Material erarbeitet und uns kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Wir wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

Das Team vom Kindergarten „Am Finkenweg“ in Schmölln

Magnetická tabule

Policat radí: Nejenom čokoláda! – Místo činu Autobusová zastávka

Stolní hra s kostkami na téma „Nesahej na mě, to je moje tělo!“

Vysvětlivky – krátce a stručně

Moje dítě to nedělá! „Neber si nic od cizích!“ a „Nechoď s nikým cizím!“. Každý den to svému dítěti říkám, stačí to?
S touto magnetickou tabulí „Policat radí: Nejen čokoláda!“ můžete v rámci přípravy na školu nebo v rámci výuky na 1. stupni nebo v rámci doučování upozornit děti posloucháním, povídáním a vizuálně na možná nebezpečí. Podpoříte tím jejich koncentraci, pozornost a zároveň tím trénujete určitý způsob chování. Cvičíte děti v tom, aby uměly říci NE! Svou prací významně přispíváte k odvrácení nebezpečí.

Didaktická rozvaha

Díky této magnetické tabuli lze děti aktivně zapojit do výuky prevence na téma „Nechoď s nikým cizím!“ nebo „Neber si od cizích žádné dárky!“. S pomocí imitovaného místa činu „Autobusová zastávka“ je představována scéna, ve které chce cizí člověk dat nějakému dítěti dárek. Proč to chce udělat?

Přední strana

Přední strana

Zadní strana

Zadní strana

 

Jak pracujeme s magnetickou tabulí?

Pravidla hry:
Dítě hodí červenou kostkou nějaký obrázek z kategorie „Možné dárky“ a potom položí příslušnou magnetickou destičku na červené pole s vykřičníkem, to znamená, že cizí člověk nabízí dítěti nějaký dárek; něco se děje.
Teprve, až se něco udá, může Policat dát svou radu. Za tím účelem hází dítě modrozelenou kostkou a odpovídající magnetickou destičku přiřadí zeleno-modrému políčku s otazníkem:

Úkol: Prodiskutujte tyto situace na místě činu.

Žluté šipky (šipky sloužící k označení stop) se používají k bližšímu popisu místa činu. Charakteristiky a zvláštnosti místa činu mají být postupně označeny a tímto způsobem zvýrazněny, jako např.: brzdná stopa pneumatik osobního automobilu (zde černé proužky vzniklé otěrem gumy), značka autobusové zastávky (dopravní značka 224), autobusová čekárna, přilehlé křoví, povrch silnice (zde bitumen), dláždění chodníku (zde obdélníkové kameny položené do řad) a mnoho dalších.

Příslušenství:

  • 6 magnetických destiček s červeným orámováním a vyobrazením „možných dárků nebo vábidel“ potenciálních pachatelů
  • 1 červená kostka s obrázky k „možným dárkům nebo vábidlům/návnadám“
  • 4 magnetické destičky se zeleným orámováním a obrázky „Co je třeba okamžitě udělat?“
  • 2 magnetické destičky s modrým orámováním a instrukcemi „Co nedělat!
  • 1 zeleno-modrá kostka s obrázky „co je třeba okamžitě udělat“ (zelené orámování) a „co nedělat“ (modré orámování)
  • 1 žlutá šipka (k vyznačení možných stop na místě činu)

Přeložila: Barbara Mainerová

Magnettavla

Policats råd: “Ikke bare sjokolade!” – Åsted, “bussholdeplass”

Et terningspill med temaet „Ikke rør meg, det er min kropp!“

Forklaring – kort og konsist

Mitt barn ville aldri gjort det! „Aldri godta noe fra en fremmed!“ Og „Følg aldri med en fremmed!“. Hver dag forteller jeg dette til mine barn, er det nok?

Ved å bruke den magnetiske tavla „Policats råd: “Ikke bare sjokolade!“ i førskolen eller i småskolen, kan man, på barnets eget nivå, med lytting, fortelling og visuell kommunikasjon, påpeke mulige farer.

Dette fremmer barnas fokus på og deres oppmerksomhet rundt disse farene, og de vil oppnå læring som kan forandre deres adferd. Man trener deres evne til å si NEI! Gjennom dette arbeidet bidrar man til forebygging av fremtidige overgrep.

Refleksjoner rundt undervisningsmetodene

Ved hjelp av denne magnettavla kan barna aktivt være involvert i forebyggende leksjoner som dekker temaene „Ikke følg med fremmede“ eller „Ikke aksepter gaver fra en fremmed». Ved hjelp av et innbilt åsted, „bussholdeplass“ gjenskaper man en scene der en fremmed ønsker å gi et barn en gave. Hvorfor skulle han ønske å gjøre dette?

Fremside

Fremside

Bakside

Bakside

Hvordan jobber vi med magnettavla?

Spilleregler:
Barnet kaster en rød terning for å velge et bilde fra kategorien „Mulige gaver“ og deretter plasseres den relevante magnetiske brikken på det røde feltet med utropstegn. Dette betyr at den fremmede har tilbudt barnet en gave, og noe har skjedd.

Først når noe har skjedd kan Policat gi råd. For at dette skal skje, må barnet kaste en blå og grønn terning, og sette den tilsvarende magnetiske brikken på den blå og grønne firkanten med spørsmålstegn:

Oppgave: Diskuter situasjonen på åstedet.

Den gule pilen (for å påpeke spor på åstedet) skal brukes for en mer detaljert beskrivelse av åstedet. Funksjoner og særegenheter på åstedet markeres en etter en, og på den måten blir man gjort oppmerksom på f.eks fartsstripene av bildekk (her sorte striper på grunn av tap av gummi), busstopp-skiltet, busskuret, busker i nærheten, veibanen (her: asfalt), fortauet (her: en rad av rektangulære steiner) og mye annet.

Utstyr:

• 6 magnetiske brikker med rød ramme og bilder av „mulige gaver eller fristelser“, potensielle gjerningsmannen
• 1 rød terning med bilder av „mulige gaver eller fristelser“
• 4 magnetiske brikker med grønn ramme og bilder av „Hva bør man gjøre?“
• 2 magnetiske brikker med blå ramme med indikasjon „Hva man ikke bør gjøre!”
• 1 blå og grønn terning med bilder av „Hva bør man gjøre?“ (grønn ramme) og „Hva man ikke bør gjøre!“ (blå ramme)
• En gul pil (for å markere mulige spor på åstedet)

Oversatt av Randi Sandstad

Ausführlicher Beitrag im Lokalfernsehen TV Altenburg

Am Besten laut schreien

Präventionsprojekt „Policat“ gegen sexuellen Missbrauch in der Kita Bärenstark

Altenburg. „Hilfe, Hilfe“, „Fass mich nicht an“, „Hau ab“: Mit diesen Sätzen haben 24 Kinder der Kita Bärenstark des Klinikums Altenburger Land in den vergangenen vier Wochen gelernt, sich gegen potenzielle Angreifer zu verteidigen.

Die Vier- bis Sechsjährigen beteiligten sich an dem Präventionsprojekt „Policat – Kinder stark machen gegen sexuellen Missbrauch“. Vergangene Woche haben die Kleinen ein letztes Mal gezeigt, was sie geübt haben. Danach erhielten die Steppkes als Auszeichnung ein Zertifikat.

Vor den Augen des Projektleiters Steffen Gründel werden dabei verschiedene Situationen nachgestellt, in denen die Kinder richtig reagieren müssen. „Am Besten ist in jedem Fall, laut zu schreien“, empfiehlt der Polizei-Oberkommissar, der dieses Projekt vor drei Jahren in seiner Freizeit angeschoben hatte.

„Wir sind absolut zufrieden, wie sich die Kinder in speziellen Notsituationen verhalten. Jetzt muss es nur noch nachhaltig wirken“, sagt die Leiterin des Betriebskindergartens Klinikum Altenburger Land, Haike Gibisch. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kita an dem Projekt teilgenommen. „Die Vorschulkinder, die schon zum zweiten Mal mit dabei sind, achten jetzt im Alltag vielmehr auf Menschen, die sich auffällig verhalten. Vor Kurzem stand beispielsweise ein Mann am Zaun. Gleich kamen die Kinder zu uns und berichteten davon.“

Auch die Eltern befürworten das Projekt. „Kein Elternteil möchte, dass die eigenen Kinder Gewalt erfahren. Deswegen finde ich dieses spielerische Vermitteln von Verhaltensweisen sehr wichtig“, meint Sebastian Dähne. „Es ist erschreckend, was man so in den Nachrichten liest, deswegen finde ich das Engagement der Kindergartens klasse“, fügt Claudia Krist hinzu.

Das Projekt begleitet der Weiße Ring Altenburger Land, die Anlaufstelle für Menschen, die bereits Gewalt erfahren mussten und betreut werden. „Die Anzahl der Opfer krimineller Handlungen steigt jährlich“, berichtet Elke Hörügel, Außenstellenleiterin vom Weißen Ring. Wo sonst rund 65 Opfer betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr 86. „Ein Drittel davon sind sexuell missbraucht oder genötigt worden.“

Bereits in diesem Jahr sind der Hilfsorganisation 16 Fälle bekannt, sechs davon wegen sexuellen Missbrauchs. „Das ist nur die Dunkelziffer“, warnt Elke Hörügel und verdeutlicht: „Die Übergriffe passieren vor unserer eigenen Haustür. Umso wichtiger sind solche Projekte, um potenzielle Straftäter abzuschrecken.“ Auf das Maskottchen Policat, die Magnettafel und die Bilderwürfel warten schon die nächsten Kinder: Die Kita Am Finkenweg in Schmölln beginnt das Projekt als nächstes.                                                                                                          Annett Böhm

Quelle: OVZ vom 07.04.11

 

Projekt „Nina und der Fremde“ ging in die 2. Runde

Der 5-jährige Kevin und die 6-jährige Stella mit dem Maskottchen „Policat“. Lesen Sie dazu auf Seite 2. 		   Foto: frb

Der 5-jährige Kevin und die 6-jährige Stella mit dem Maskottchen „Policat“. Lesen Sie dazu auf Seite 2. Foto: frb

Altenburg (frb). Dass Kinder nicht mit Fremden mitgehen sollen oder nie in das Auto eines Fremden einsteigen sollen, versuchen Eltern ihren Kindern bereits im Kindergartenalter beizubringen. Unterstützung erhalten sie jetzt von Kindergärten im Altenburger Land, die am Präventionsprojekt „Nina und der Fremde“ teilnehmen. Der Initiator des Projektes und Polizist Steffen Gründel will mit Hilfsmitteln, wie Magnettafel, Kniebuch und der Plüschkatze Policat die Kinder zu einem gesunden Misstrauen gegenüber Fremden erziehen. „Sie sollen lernen, nicht mit ihnen mitzugehen und in Gefahrensituationen ‚Nein‘ sagen zu können“, berichtet Gründel, der das Projekt ehrenamtlich begleitet und auch sonst viel Zeit in das Vorhaben steckt. „Insgesamt 927 Stunden Arbeit habe in das Schreiben des Drehbuchs investiert“, sagt er stolz. „2007 ist dazu ein Video entstanden und ein Musikpädagoge schrieb sogar ein Lied.“ Dass die Kinder begeistert bei der Sache sind, weiß auch Haike Gibisch, Leiterin des Kindergarten „Bärenstark“, der das Projekt bereits im zweiten Jahr in Folge durchführt. „Die Kinder üben zirka 4 Wochen lang, wie sie sich in bedrohlichen Situationen verhalten sollen, sehen gemeinsam Bilder an, singen Lieder und spielen Rollenspiele“, erzählt die Leiterin. „Bei einem Abschlusstest müssen die Kinder das Gelernte anwenden und unter Beweis stellen.“ Dazu übt Steffen Gründel mit den Mädchen und Jungen schon einmal den Ernstfall. Wie z. B. eine ablehnende Reaktion aussieht, wenn ein Fremder ein Nintendo schenken will. Auch im Mehrgenerationenhaus des ZFC Meuselwitz und in der Kita „Am Finkenweg“ in Schmölln wird das Präventionsangebot angenommen. Für die Zukunft erhofft sich Gründel, dass noch mehr Kindergärten am Projekt teilnehmen und die Kinder für die Zukunft stark gemacht werden.

Die vier- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten „Bärenstark“ lernen Situationen kennen, die eine Bedrohung für sie darstellen könnten. Spielerisch und mit entsprechend pädagogischem Material wird die Beobachtungsgabe der Kinder geschult. Foto: frb

Die vier- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten „Bärenstark“ lernen Situationen kennen, die eine Bedrohung für sie darstellen könnten. Spielerisch und mit entsprechend pädagogischem Material wird die Beobachtungsgabe der Kinder geschult. Foto: frb

Quelle: Kurier  02.04.2011