Kita „Haus der kleinen Füße“ startet Präventionsprojekt

Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 4 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt

 

Quelle: Landkurier der Gemeinde Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 und 4

Das Präventionsset

Präventionsset

Wie allgemein bekannt, haben Kinder einen angeborenen Bewegungsdrang. Das ist ein Kennzeichen ihrer Lebensfreude und Vitalität und schult die Wahrnehmung. Aus dieser Tatsache heraus haben wir 2010 das Präventionsset entwickelt. Es besteht aus einer Magnettafel mit Würfelspiel und dem Maskottchen „Policat“ – einer 1,20 m großen Plüschkatze in Polizeiuniform. Der Umgang mit der Magnettafel wird weiter unten auf dieser Seite beschrieben. Gleichermaßen haben wir dieses Handling auch in weitere Sprachen übersetzen lassen, um auch Interessenten, die nicht völlig der deutschen Sprachen mächtig sind bzw. einen Migrationshintergrund haben, unsere Idee näher zu bringen.

Das Präventionsset ist kein „Spielzeug“ für Zuhause. Vielmehr ist es ein Mittel, welches Auszubildende für den pädagogischen Beruf, Erzieher, Lehrer bzw. Sozialpädagogen unterstützend für den Präventionsunterricht mit Kindern nutzen können. Im Altenburger Land ist dieses Präventionswerkzeug seit einigen Jahren bei Kindern sehr beliebt und nicht mehr wegzudenken. Vor Projektbeginn haben sich da und dort themenbezogene Elternversammlungen bewährt.

Und wie kommt man zu einen solchen Präventionsset?

Interessierte Kindereinrichtungen und Schulen im Landkreis Altenburger Land können sich ein Set für ein mehrwöchiges Projekt in ihrer Kindereinrichtung bzw. Schule beim Landratsamt Altenburger Land – Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung – nach Voranmeldung kostenlos ausleihen.

Interessenten aus anderen Regionen wenden sich bitte mit ihrem Anliegen an .

 

 

Das Präventionsmaskottchen „Policat“

  • wertvolles pädagogisches Mittel
  • nimmt Kindern Angst und Unsicherheit
  • übermittelt Vertrauen
  • macht stark
  • wirkt beim Rollenspiel unterstützend mit

 

 

Die Magnettafel

Policat rät: Nicht nur Schokolade! – Tatort Bushaltestelle

Ein Würfelspiel zum Thema „Fass mich nicht an, es ist mein Körper!“

Erläuterungen – kurz und knapp

Mein Kind macht das nicht! „Nimm nichts von Fremden an!“ und „Geh nicht mit Fremden mit!“. Jeden Tag sage ich es meinem Kind, reicht das?

Mit dieser Magnettafel „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ können Sie Kinder durch Hören, Sagen und Sehen im Rahmen der Schulvorbereitung oder im Grund-/Förderschulunterricht kinderleicht auf mögliche Gefahren hinweisen. Sie fördern dadurch die Konzentration, die Aufmerksamkeit und führen Verhaltenstraining durch. Sie üben das NEIN-Sagen! Mit Ihrer Arbeit leisten Sie einen Beitrag zur Gefahrenabwehr.

Didaktische Überlegung

Durch diese Magnettafel können Kinder zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit“ oder „Nimm von Fremden keine Geschenke an“ in den Präventionsunterricht aktiv mit eingebunden werden. Mit einem nachgestellten Tatort „Bushaltestelle“ wird eine Szene dargestellt, in der ein Fremder einem Kind ein Geschenk überreichen will. Warum will er das tun?

Vorderseite

Vorderseite

Rückseite

Rückseite

Wie arbeiten wir mit der Magnettafel?

Spielregeln:
Das Kind würfelt ein Bild der Kategorie „Mögliche Geschenke“ mit dem roten Würfel und legt danach das entsprechende Magnetschild auf das rote Feld mit dem Ausrufezeichen, d. h. der Fremde bietet einem Kind ein Geschenk an; es ist etwas passiert.

Erst nachdem etwas passiert ist, kann Policat seinen Rat geben. Dazu würfelt das Kind mit dem blau-grünem Würfel und ordnet das entsprechende Magnetschild dem grün-blauem Feld mit Fragezeichen zu.

Aufgabe: Besprechen Sie diese Tatortsituationen.

Die gelben Pfeile (Spurenmarkierungspfeile) werden zur näheren Beschreibung des Tatortes genutzt. Nacheinander sollen Merkmale und Besonderheiten des Tatortes markiert und somit hervorgehoben werden, wie z.B.: Bremsspur von PKW-Reifen (hier schwarze Streifen durch Gummiabrieb), Bushaltestellenschild (Verkehrszeichen 224), Buswartehäuschen, angrenzendes Buschwerk, Straßenbelag (hier Bitumen), Gehwegpflasterung (hier Rechtecksteine im Reihenverband) u.v.m.

Zubehör:

  • 6 Magnetschilder mit rotem Rahmen und Abbildungen „möglicher Geschenke oder Lockmittel“ möglicher Täter
  • 1 roter Würfel mit Bildern zu „möglichen Geschenken oder Lockmitteln“
  • 4 Magnetschilder mit grünem Rahmen und Bildern „Was sofort tun?“
  • 2 Magnetschilder mit blauem Rahmen und Hinweisen „Was nicht tun!
  • 1 grün-blauer Würfel mit Bilder zu „was sofort tun“ (grüner Rahmen) und „was nicht tun“ (blauer Rahmen)
  • 1 gelber Pfeil (zum Markieren von möglichen Spuren am Tatort)

 

 

Präventionsset „Policat“ an Nobitzer Grundschüler übergeben

Nobitz (Pi/frb). Im Beisein von Schülern und Lehrern der Grundschule Nobitz, Bürgermeister Hendrik Läbe, Gemeinderäten und Bürgern fand kürzlich in der Mehrzweckhalle die Übergabe des vierten Plüschtiers „Policat“ und der Magnettafel „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“statt. Die Herstellung erfolgte vom Preisgeld (2.000 Euro) der Ehrenamtsstiftung und des MDR zum Thüringer des Jahres 2012 – Steffen Gründel.

Dieses Präventionsset wurde vor Ort der Grundschule Nobitz übergeben. Sie führt das Projekt im Hortbereich im Zeitraum März 2013 bis Februar 2014 durch. Anschließend übernimmt dieses Set das Landratsamt Altenburg „Referat Kinderbetreuung und Jugendarbeit“. Durch die Leiterin Marion Fischer, welche der Veranstaltung ebenfalls beiwohnte, wurde das Präventionsset schon symbolisch übergeben.

Das Set kann nach Projektende an der Grundschule Nobitz von weiteren Schulen oder Kindereinrichtungen beim Landratsamt ausgeliehen werden. Im Projektzeitraum ist geplant, einen Trafohauskomplex neben einem Kinderspielplatz der Gemeinde Nobitz themenbezogen (Policat meets Graffiti) durch einen Graffitikünstler besprühen zu lassen. Dieser Präventionsort soll dann für den offenen Unterricht im Freien genutzt werden.

 

Bildunterschrift: Steffen Gründel überreichte der Grundschule Nobitz das vierte Plüschtier „Policat“ und die Magnettafel „Policat rät“. Foto: privat

Steffen Gründel überreichte der Grundschule Nobitz das vierte Plüschtier „Policat“ und die Magnettafel „Policat rät“.                  Foto: privat


Quelle: Kurier vom 16.03.2013, S. 25

Policat wacht jetzt über Nobitzer Schüler

Eröffnungsveranstaltung Nobitz 04.03.2013 122

Foto: Privat

 

Einen plüschigen Freund und Helfer samt Magnettafel und Arbeitsmaterialien zum Kinderschutz hat Steffen Gründel (vorn) der Grundschule Nobitz übergeben. Der Polizeihauptkommissar wurde 2012 für sein Projekt „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ zum Thüringer des Jahre gewählt. Von der Siegprämie ließ er das Set anfertigen. © Bericht Seite 13

OVZ 05.03.2013, Seite 13

 

Quelle: Osterländer Volkszeitung vom 05.03.2013, S. 1 und S. 13

Das vierte Präventionsset

Policat IV ist geboren

Steffen Gründel erhielt als Thüringer des Jahres 2012 eine Siegprämie in Höhe von 2.000 Euro, deren Verwendung ausschließlich für unser Projekt Policat vorgesehen ist. Da Policat nun auch in den Grundschulen eingesetzt werden möchte, lag es nahe, noch ein viertes Präventionsset herstellen zu lassen.

Gleich zu Beginn des Jahres beauftragten wir die Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal mit der Herstellung eines vierten Plüschtiers Policat. Schon durch die Herstellung seiner drei Vorgänger wussten wir, dass diese Einzelanfertigung auch seine Zeit benötigt. Denn wie lautet ein Sprichwort: „Was lange währt, wird gut.“ Und dieses Plüschtier ist  gut geworden, sogar sehr gut! (Das MDR Thüringen Journal berichtete am 01.03.2013).

Am 01.03.2013 ist Policat per Spedition in Altenburg angekommen. Unsere Spannung war auf dem höchsten Niveau angekommen. Gleich im Hausflur mussten wir unsere Neugier entladen.

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Schutzhülle

Policat in der Schutzhülle

Policat erblickt das Licht der Welt

Policat erblickt das Licht der Welt

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Policat erblickte das Licht der Welt.
Mit einer Größe von 120 cm und einem Gewicht von 8 kg ist er schon ein echter Hingucker geworden.

 

Hier können Sie sich das Video „Herstellung Policat IV“ ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Magnettafel

Zum Präventionsset gehört auch noch ein weiteres Teil: Die Magnettafel mit dem Würfelspiel. Diese wurde  – wie ihre drei Vorgängerinnen – erneut in der Fa. Flyerprint.de Altenburg hergestellt. Auf dieser Tafel sind erstmals die Policat-Abbildungen in blauer Uniform dargestellt.
Herr Mario Weber, Geschäftsführer der Fa. Flyerprint.de Altenburg, war so freundlich, die einzelnen Verarbeitungsschritte bei der Herstellung der Magnettafel fotodokumentarisch festzuhalten und uns die Fotos zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

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Druck der Folie

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Ausschneiden der Folie

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Vorderseite der Magnettafel

 

 

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Anpassen der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Herstellung der Magnetschilder

Herstellung der Magnetschilder

Übergabe der Magnettafel

Mario Weber (re.) übergibt die vierte Magnettafel an Steffen Gründel

 

 

 

 

Am 28.02.2013, 17.00 Uhr war es dann soweit. Die Magnettafel mit den Würfeln war fertig und wurde an uns übergeben.

 

 

Am Montag, den 04.03.2013, wird Policat IV gemeinsam mit dieser Magnettafel in der Grundschule Nobitz anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt Policat eingeführt. Das Set verbleibt bis Ende Februar 2014 an dieser Schule und wird vorwiegend in Hortbereich selbstständig durch Pädagogen genutzt.

 

 

 

 

Somit stehen nun vier Präventionssets zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit! Nimm nichts von Fremden an!“ im Altenburger Land zur Präventionsarbeit an Kindereinrichtungen und Grundschulen zur Verfügung.

Steffen Gründel und Walburga Gründel-Syring

Steffen Gründel ist der „Thüringer des Jahres 2012“ – Teil 1

Vor der Online-Abstimmung

Am 29.02.2012 wurde Steffen Gründel durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung  und  den MDR Thüringen zum „Thüringer des Monats Februar 2012“ gewählt. In der Gewissheit, dass alle Thüringer der Monate eines Jahres im Dezember zur Wahl des Thüringers des Jahres stehen, begannen schon im Frühsommer unsere Wahlvorbereitungen. In zahlreichen Powerpoint-Vorträgen präsentierten wir in der Folgezeit unser Projekt vor Stadt- und Gemeinderäten und auf Elternversammlungen in Kindergärten und Grundschulen. Ebenso war unser Maskottchen Policat mit der Magnettafel acht Monate im Hortbereich einer Altenburger Grundschule im Einsatz.

Am 17. November 2012 erhielten wir das lang ersehnte Schreiben vom MDR mit dem Ablauf der Wahl. Das Online-Voting begann am 07. Dezember 2012 um 18:00 Uhr.
In diesen drei Wochen verstärkten wir unsere Werbungsaktivitäten. Abgesehen von den knapp 1.000 Mails verteilten wir 100 A4-Plakate, 80 A3-Plakate, 12 A2-Plakate und ca. 20.000 Handzettel.


Zudem erhielten wir von der Firma Fotobild Labisch die Möglichkeit, in einem Schaufenster in der Baderei – einer Fußgängerzone in Altenburg – für unser Projekt zu werben.

 

 

 

 

Einige Plakatimpressionen:

 

 

Auch auf zwei LED-Tafeln leuchtete unsere Wahlwerbung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir gaben auch Pressemitteilungen an die örtlichen Medienvertreter heraus, die sie gern uns unterstützend annahmen.

 

Wir nutzten zudem den verkaufsoffenen Adventssonntag, um auch unser großes Maskottchen Policat als Werbeträger im Geschäft von Brillen-Berger zu präsentieren. Nun steht Policat noch bis zum 27.12.2012 in dessen Schaufenster.

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Ab dem 14.12.12 um 08:00 Uhr konnte man zusätzlich per Telefon abstimmen. Im Gegensatz zum Online-Voting konnte man die abgegebenen Stimmen per Telefon nicht verfolgen. Dieser Umstand vergrößerte noch die Spannung. Und auch die Stimmanzahl der anderen Kandidaten vergrößerte sich zum Ende der Woche hin in größeren Sprüngen, so daß unsere Prozente sanken. Also haben unseren kleinen Policat aktiviert.

Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen Danke zu sagen, die uns in dieser Wahlwerbe-Woche unterstützt haben. Wir erhielten vielseitige Hilfe, sei es Plakate verteilen und aufhängen, Handzettel verteilen, Daumen drücken, persönlichen Zuspruch, um nur einige zu nennen.

Die Auszeichnungsveranstaltung

Thüringer des Monats – Der Gewinner im Februar 2012

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder spurlos verschwinden. Manche von ihnen werden Opfer von Verbrechen. Es sind Fälle, die die Frage aufwerfen: Wie kann so etwas verhindert werden? Eine Frage, die dem Altenburger Polizisten Steffen Gründel keine Ruhe ließ. Unzählige Stunden und viel privates Geld hat er in ein Projekt investiert, das Kinder selbstbewusst und stark machen soll. Steffen Gründel ist unser Thüringer des Monats Februar, gewählt von der Thüringer Ehrenamtsstiftung, MDR 1 RADIO THÜRINGEN und dem THÜRINGEN JOURNAL.

MDR-02.03.12-Thüringer des Monats

Wenn Polizist Steffen Gründel ehrenamtlich im Einsatz ist, dann ist er meist in Begleitung: SIE ist 1,20 Meter groß und kuschelig, hat große schwarze Augen und einen geschwungenen Schnurrbart. „Policat“ ist eine Erfindung von Steffen Gründel. Sie soll Vertrauen aufbauen zu Mädchen und Jungen in Kindergärten und Schulen – und gleichzeitig die Kleinen auf Gefahren im Alltag aufmerksam machen. „Policat“ ist die Symbolfigur für mehrere Präventionsprojekte, die Steffen Gründel ins Leben gerufen hat – vor allem, um sexuelle Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Die Polizeikatze ist Ratgeber und hat Eigenschaften, die für die Kinder Vorbild sein sollen: Sie ist klug, kann aber auch ihre Krallen ausfahren und, wenn notwendig, schnell weg sein …

Steffen Gründel hat das Policat-Projekt in seiner Freizeit entwickelt. Eltern und Erzieher sind sehr dankbar dafür, dass er damit einen Weg gefunden hat, mit den Kindern über ein hoch sensibles Thema zu sprechen. Regelmäßig ist er deshalb zu Gast in Kindergärten und Schulen der Stadt und im Landkreis. Schon vor mehr als fünf Jahren hatte der Polizist sein erstes Projekt entwickelt, ein kleines Buch mit dem Titel „Nina und der Fremde“. Steffen Gründels Frau Walburga ist seine engste Mitstreiterin bei den Projekten. Über das Internet und in persönlichen Gesprächen hat er aber inzwischen zahlreiche weitere Unterstützer gefunden, auch über die Landesgrenzen hinaus. Das neueste Projekt ist das Policat-Trafohaus in Altenburg Nord. Dort haben Graffitikünstler die Polizeikatze mit Kindern in verschiedenen Gefahrensituationen dargestellt. Und Policat wird demnächst erstmals auch in der Nähe von Kiel im Einsatz sein.

 

 

Die Urheberrechte von Text und Foto liegen beim Mitteldeutschen Rundfunk.

Steffen Gründel wird „Thüringer des Monats“

v. r. n. l.: Brigitte Manke, Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung; Susann Seifert, Antragseinreicherin; Sieghardt Rydzewski, Landrat; Steffen Gründel; Walburga Gründel-Syring; Regina Lang von der Recherche- und Contentredaktion des MDR

Anhand von Policat-Spiel- und Lernmodulen wird mit den Kindern geübt, beim Gegenüberstehen eines Fremden eine Gefahrensituation zu erkennen und dementsprechend zu reagieren.

Altenburg. In einer Gemeinschaftsaktion von MDR Thüringen und der Thüringer Ehrenamtsstiftung wurde Steffen Gründel aus Altenburg zum Thüringer des Monats Februar gewählt.
Steffen Gründel wurde vorgeschlagen, weil er sich gemeinsam mit seiner Frau seit über fünf Jahren ehrenamtlich mit den Präventionsprojekten „Nina und der Fremde“ sowie „Policat rät: Nicht nur Schokolade“ gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern einsetzt und Kindergärten, Schulen und Elternhäuser in der Präventionsarbeit unterstützt.

Beide Projekte sollen den Kindern auf spielerische Weise die Gefahren auf dem Heimweg vom Kindergarten oder der Schule aufzeigen und die Kinder im Umgang mit Fremden sensibilisieren. Die Kinder sollen lernen, ein gesundes Misstrauen gegenüber Menschen zu entwickeln, die sie nicht kennen. Das Maskottchen „Policat“ ist mittlerweile zu einer bekannten Identifikationsfigur geworden.
Landrat Sieghardt Rydzewski beglückwünschte Steffen Gründel und dankte ihm für seinen engagierten und unermüdlichen Einsatz. „Nachdem Steffen Gründel für sein außergewöhnliches Engagement bereits im Landkreis mit der „Goldenen Ehrennadel“ ausgezeichnet wurde, freut mich die Ehrung als „Thüringer des Monats“ natürlich sehr. Auf diese Weise werden die Projekte noch mehr bekannt und kommen hoffentlich noch vielen Kindern zugute“, so der Landrat.

Alle zwölf Bürger, die im Laufe des Jahres mit dem Titel „Thüringer des Monats“ geehrt werden, haben am Jahresende die Chance, im Rahmen eines Internet-Votings auf www.mdr.de „Thüringer des Jahres 2012“ zu werden.

Text und Foto: Kerstin Gabler, Landratsamt Altenburger Land Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit

Quelle: Amtsblatt Altenburger Land Nr. 04/10 – Nichtamtlicher Teil – S. 4

Überraschung in der Mittagspause

Polizeibeamter Steffen Gründel wird für seinen Einsatz gegen sexuellen Missbrauch als Thüringer des Monats geehrt

Altenburg. Der Mitteldeutsche Rundfunk und die Thüringer Ehrenamtsstiftung küren regelmäßig den Thüringer des Monats. Im Februar ging die Auszeichnung nach Altenburg. Polizist Steffen Gründel erhielt sie am Mittwoch, weil er sich seit Jahren ehrenamtlich mit verschiedenen Projekten gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern engagiert.
Als sich die Tür zum Rathaussaal im Landratsamt am Mittwoch öffnete, kam Steffen Gründel aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Zahlreiche Medienvertreter hielten ihre Kameras auf den Polizisten, zwei Fernsehkameras filmten, wie der Altenburger allmählich realisierte, dass alle nur wegen ihm gekommen waren. Schnurstracks lief Regina Lang, MDR-Mitarbeiterin in Erfurt, auf Steffen Gründel zu und gratulierte ihm zu seiner Ehrung. „Wir haben vor ein paar Monaten eine E-Mail bekommen, in der stand, wie sehr Sie sich in Ihrem Landkreis gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern engagieren. Da wir der Meinung sind, dass sie Großes leisten und sich noch viel mehr um dieses Thema gekümmert werden müsste, wollen wir Sie heute zum Thüringer des Monats auszeichnen.“
Steffen Gründel nahm überrascht und sichtlich stolz die Urkunde entgegen. „Das ist ja eine ungewöhnliche Mittagspause. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, aber vielen Dank“, so der Polizist.
Steffen Gründel ist einer von zwölf Thüringern, die in diesem Jahr ausgezeichnet werden. Im Dezember wird über eine Telefon- und Internetabstimmung entschieden, wer sich Thüringer des Jahres nennen darf und eine Summe von 2000 Euro für sein Projekt erhält.

 

Steffen Gründel freut sich über seine Urkunde, die er für sein jahrelanges, ehrenamtliches Engagement erhält.

Steffen Gründel freut sich über seine Urkunde, die er für sein jahrelanges, ehrenamtliches Engagement erhält.

Text und Foto: Monique Pucher

OVZ vom 02.03.12, S. 11

Steffen Gründel aus Altenburg wird Thüringer des Monats

Steffen Gründel aus Altenburg ist der Thüringer des Monats Februar. Nominiert wurde er von der Ehrenamtsstiftung für sein Engagement gegen sexuellen Missbrauch.

 

Steffen Gründel wird "Thüringer des Monats". Foto: privat

 

Altenburg. Steffen Gründel aus Altenburg ist der Thüringer des Monats Februar. Er war der Ehrenamtsstiftung vorgeschlagen worden, weil er sich gemeinsam mit seiner Frau seit über fünf Jahren ehrenamtlich mit den Präventionsprojekten „Nina und der Fremde“ sowie „Policat rät: Nicht nur Schokolade“ gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern einsetzt und Kindergärten, Schulen und Elternhäuser in der Präventionsarbeit unterstützt. Beide Projekte sollen den Kindern auf spielerische Weise die Gefahren auf dem Heimweg vom Kindergarten oder der Schule aufzeigen und die Kinder im Umgang mit Fremden sensibilisieren. Die Kinder sollen lernen, ein gesundes Misstrauen gegenüber Menschen zu entwickeln, die sie nicht kennen. Das Maskottchen „Policat“ ist mittlerweile zu einer bekannten Identifikationsfigur geworden. Gründel war bereits mit der Goldenen Ehrennadel des Landkreises ausgezeichnet worden.

 

03.03.12 / OTZ