Projekteröffnung in Grundschule INSOBEUM Rositz im Altenburger Land/Thüringen

2016-01-20_OVZ Das schnurrtQuelle: Osterländer Volkszeitung, 20.01.2016, S. 11

 

 

2016-01-19_LVZ-online Richtiges Verhalten - RositzQuelle:  Leipziger Volkszeitung LVZ-online 19.01.2016

Kita „Haus der kleinen Füße“ beendet das Projekt „Nina und der Fremde“

Nobitz S. 3 Nobitz S. 4

 

Quelle: Nobitzer Landkurier vom 22.08.2015, S. 3 und 4

Kita „Haus der kleinen Füße“ startet Präventionsprojekt

Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 4 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt Landkurier Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 - Kita Haus der kleinen Füße startet Präventionsprojekt

 

Quelle: Landkurier der Gemeinde Nobitz vom 21.03.2015, S. 3 und 4

Ausgezeichnet

Ausgezeichnet_ Amtsblatt vom 21.02.2015

Quelle:Amtsblatt Altenburger Land Nr. 3/21.02.2015, Nichtamtlicher Teil S. 7

 

Policat in Ferienspielen unterwegs

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Leserbrief aus der Osterländer Volkszeitung vom 12.11.2014

Erfolgreicher Testverlauf zum Abschluss des Projektes „Geh nicht mit Fremden mit! Nimm nichts von Fremden an!“

Altenburg: Am Montag, 16.06.2014, gegen 12.15 Uhr, war der Kinderspielplatz, Höhe Spalatinpromenade, kurzzeitig ein Tatort. Zwölf Kinder des Altenburger Kindergartens „Pusteblume“ spielten bei sonnigen Wetter auf den teilweise mit Strauchwerk umfriedeten Spielplatz. Unbekümmert, wie es Kinder und Eltern wollen.

Kinder auf dem Weg zum Spielplatz

Kinder auf dem Weg zum Spielplatz

Plötzlich, wie aus dem Nichts, fuhr ein unbekannter PKW in unmittelbarer Nähe des Kinderspielortes vor. Eine Person stieg aus diesem Fahrzeug und schlich sich vorsichtig in die Nähe eines des dort spielenden Mädchens heran. Der über 40 Jahre alte Täter führte ein Nintendo mit sich. Mit diesem Lockmittel wollte der Unbekannte dieses Vorschulkind in ein Gespräch verwickeln. Es sollte zum Mitspielen aufgefordert werden und ggf. auch gebeten werden, in sein Auto einzusteigen. Der Unbekannte rief mit angemessener Lautstärke: „He du, he du, komm mal her! Ich habe ein Nintendo. Ich komme damit nicht zurecht. Hilf mir, hilf mir bitte!“.

Das angesprochene Mädchen stieg von einem Klettergerüst und schüttelte nein-sagend den Kopf. Zeitgleich bekam ein Junge dieser Kita-Gruppe das Geschehen mit und rief dem Mädchen warnend, fast fürsorglich zu: „Nicht, der will dich nur locken!“. In Sekunden-schnelle liefen beide Kinder zu einer der begleitenden Erzieherinnen und meldeten sehr aufgeregt diesen Vorfall. In der Tat, wie ein Lauffeuer sprach es sich bei allen Kindern herum. Die Empörung über dieses Ereignis war bei den Kindern sichtlich spürbar. Liebevoll und sorgsam kümmerten sich Pädagogen um ihre Schützlinge. Der Unbekannte stieg gegen 12.16 Uhr wieder zügig in seinen PKW und ergriff die Flucht in Richtung Rudolf-Breitscheid-Straße.

Täter beim Versuch, ein Kind anzusprechen

Täter beim Versuch, ein Kind anzusprechen

Die Vorschulkinder der Kita „Pusteblume“ und das Pädagogen-Team haben ihre Prüfung zu 100 Prozent bestanden! Die Projekte „Nina und der Fremde“ und „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ sind nachhaltig bei Kindern angekommen. Ein besonderer Dank gilt der sehr engagierten Erzieherin Frau Kerstin Schnell. Mit Unterstützung der Kita-Leiterin Frau Monika Böttcher schulte sie die Kinder im Zeitraum vom September 2013 bis April 2014 themenbezogen mit hohem pädagogischem Wissen und Einfühlungsvermögen, um sie auf künftige sichere Schulwege vorzubereiten. Im Rahmen einer Elternversammlung und auf weiteren Informationstafeln wurden alle Eltern im gesamten Zeitraum des Projektes aktuell informiert.

Insbesondere bedankt sich das Policat-Team bei der Nobitzerin Frau Carolina Burkhardt für ihre tolle ehrenamtliche Unterstützung. Sie war auf Nachfrage sofort bereit, den Part des unbekannten Täters in diesem Rollenspiel zu übernehmen.

Text und Fotos: Steffen Gründel

Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht:
abg-info am 18.06.2014
ABG-net am 18.04.2014
myheimat am 22.06.2014

Das Präventionsset

Präventionsset

Wie allgemein bekannt, haben Kinder einen angeborenen Bewegungsdrang. Das ist ein Kennzeichen ihrer Lebensfreude und Vitalität und schult die Wahrnehmung. Aus dieser Tatsache heraus haben wir 2010 das Präventionsset entwickelt. Es besteht aus einer Magnettafel mit Würfelspiel und dem Maskottchen „Policat“ – einer 1,20 m großen Plüschkatze in Polizeiuniform. Der Umgang mit der Magnettafel wird weiter unten auf dieser Seite beschrieben. Gleichermaßen haben wir dieses Handling auch in weitere Sprachen übersetzen lassen, um auch Interessenten, die nicht völlig der deutschen Sprachen mächtig sind bzw. einen Migrationshintergrund haben, unsere Idee näher zu bringen.

Das Präventionsset ist kein „Spielzeug“ für Zuhause. Vielmehr ist es ein Mittel, welches Auszubildende für den pädagogischen Beruf, Erzieher, Lehrer bzw. Sozialpädagogen unterstützend für den Präventionsunterricht mit Kindern nutzen können. Im Altenburger Land ist dieses Präventionswerkzeug seit einigen Jahren bei Kindern sehr beliebt und nicht mehr wegzudenken. Vor Projektbeginn haben sich da und dort themenbezogene Elternversammlungen bewährt.

Und wie kommt man zu einen solchen Präventionsset?

Interessierte Kindereinrichtungen und Schulen im Landkreis Altenburger Land können sich ein Set für ein mehrwöchiges Projekt in ihrer Kindereinrichtung bzw. Schule beim Landratsamt Altenburger Land – Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung – nach Voranmeldung kostenlos ausleihen.

Interessenten aus anderen Regionen wenden sich bitte mit ihrem Anliegen an .

 

 

Das Präventionsmaskottchen „Policat“

  • wertvolles pädagogisches Mittel
  • nimmt Kindern Angst und Unsicherheit
  • übermittelt Vertrauen
  • macht stark
  • wirkt beim Rollenspiel unterstützend mit

 

 

Die Magnettafel

Policat rät: Nicht nur Schokolade! – Tatort Bushaltestelle

Ein Würfelspiel zum Thema „Fass mich nicht an, es ist mein Körper!“

Erläuterungen – kurz und knapp

Mein Kind macht das nicht! „Nimm nichts von Fremden an!“ und „Geh nicht mit Fremden mit!“. Jeden Tag sage ich es meinem Kind, reicht das?

Mit dieser Magnettafel „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ können Sie Kinder durch Hören, Sagen und Sehen im Rahmen der Schulvorbereitung oder im Grund-/Förderschulunterricht kinderleicht auf mögliche Gefahren hinweisen. Sie fördern dadurch die Konzentration, die Aufmerksamkeit und führen Verhaltenstraining durch. Sie üben das NEIN-Sagen! Mit Ihrer Arbeit leisten Sie einen Beitrag zur Gefahrenabwehr.

Didaktische Überlegung

Durch diese Magnettafel können Kinder zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit“ oder „Nimm von Fremden keine Geschenke an“ in den Präventionsunterricht aktiv mit eingebunden werden. Mit einem nachgestellten Tatort „Bushaltestelle“ wird eine Szene dargestellt, in der ein Fremder einem Kind ein Geschenk überreichen will. Warum will er das tun?

Vorderseite

Vorderseite

Rückseite

Rückseite

Wie arbeiten wir mit der Magnettafel?

Spielregeln:
Das Kind würfelt ein Bild der Kategorie „Mögliche Geschenke“ mit dem roten Würfel und legt danach das entsprechende Magnetschild auf das rote Feld mit dem Ausrufezeichen, d. h. der Fremde bietet einem Kind ein Geschenk an; es ist etwas passiert.

Erst nachdem etwas passiert ist, kann Policat seinen Rat geben. Dazu würfelt das Kind mit dem blau-grünem Würfel und ordnet das entsprechende Magnetschild dem grün-blauem Feld mit Fragezeichen zu.

Aufgabe: Besprechen Sie diese Tatortsituationen.

Die gelben Pfeile (Spurenmarkierungspfeile) werden zur näheren Beschreibung des Tatortes genutzt. Nacheinander sollen Merkmale und Besonderheiten des Tatortes markiert und somit hervorgehoben werden, wie z.B.: Bremsspur von PKW-Reifen (hier schwarze Streifen durch Gummiabrieb), Bushaltestellenschild (Verkehrszeichen 224), Buswartehäuschen, angrenzendes Buschwerk, Straßenbelag (hier Bitumen), Gehwegpflasterung (hier Rechtecksteine im Reihenverband) u.v.m.

Zubehör:

  • 6 Magnetschilder mit rotem Rahmen und Abbildungen „möglicher Geschenke oder Lockmittel“ möglicher Täter
  • 1 roter Würfel mit Bildern zu „möglichen Geschenken oder Lockmitteln“
  • 4 Magnetschilder mit grünem Rahmen und Bildern „Was sofort tun?“
  • 2 Magnetschilder mit blauem Rahmen und Hinweisen „Was nicht tun!
  • 1 grün-blauer Würfel mit Bilder zu „was sofort tun“ (grüner Rahmen) und „was nicht tun“ (blauer Rahmen)
  • 1 gelber Pfeil (zum Markieren von möglichen Spuren am Tatort)

 

 

Policat wacht jetzt über Nobitzer Schüler

Eröffnungsveranstaltung Nobitz 04.03.2013 122

Foto: Privat

 

Einen plüschigen Freund und Helfer samt Magnettafel und Arbeitsmaterialien zum Kinderschutz hat Steffen Gründel (vorn) der Grundschule Nobitz übergeben. Der Polizeihauptkommissar wurde 2012 für sein Projekt „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ zum Thüringer des Jahre gewählt. Von der Siegprämie ließ er das Set anfertigen. © Bericht Seite 13

OVZ 05.03.2013, Seite 13

 

Quelle: Osterländer Volkszeitung vom 05.03.2013, S. 1 und S. 13

Das vierte Präventionsset

Policat IV ist geboren

Steffen Gründel erhielt als Thüringer des Jahres 2012 eine Siegprämie in Höhe von 2.000 Euro, deren Verwendung ausschließlich für unser Projekt Policat vorgesehen ist. Da Policat nun auch in den Grundschulen eingesetzt werden möchte, lag es nahe, noch ein viertes Präventionsset herstellen zu lassen.

Gleich zu Beginn des Jahres beauftragten wir die Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal mit der Herstellung eines vierten Plüschtiers Policat. Schon durch die Herstellung seiner drei Vorgänger wussten wir, dass diese Einzelanfertigung auch seine Zeit benötigt. Denn wie lautet ein Sprichwort: „Was lange währt, wird gut.“ Und dieses Plüschtier ist  gut geworden, sogar sehr gut! (Das MDR Thüringen Journal berichtete am 01.03.2013).

Am 01.03.2013 ist Policat per Spedition in Altenburg angekommen. Unsere Spannung war auf dem höchsten Niveau angekommen. Gleich im Hausflur mussten wir unsere Neugier entladen.

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Transportverpackung

Policat in der Schutzhülle

Policat in der Schutzhülle

Policat erblickt das Licht der Welt

Policat erblickt das Licht der Welt

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Policat erblickte das Licht der Welt.
Mit einer Größe von 120 cm und einem Gewicht von 8 kg ist er schon ein echter Hingucker geworden.

 

Hier können Sie sich das Video „Herstellung Policat IV“ ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Magnettafel

Zum Präventionsset gehört auch noch ein weiteres Teil: Die Magnettafel mit dem Würfelspiel. Diese wurde  – wie ihre drei Vorgängerinnen – erneut in der Fa. Flyerprint.de Altenburg hergestellt. Auf dieser Tafel sind erstmals die Policat-Abbildungen in blauer Uniform dargestellt.
Herr Mario Weber, Geschäftsführer der Fa. Flyerprint.de Altenburg, war so freundlich, die einzelnen Verarbeitungsschritte bei der Herstellung der Magnettafel fotodokumentarisch festzuhalten und uns die Fotos zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

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Druck der Folie

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Ausschneiden der Folie

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Vorderseite der Magnettafel

 

 

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Anpassen der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Aufkleben der Folie auf dem Straßenaufsteller

Herstellung der Magnetschilder

Herstellung der Magnetschilder

Übergabe der Magnettafel

Mario Weber (re.) übergibt die vierte Magnettafel an Steffen Gründel

 

 

 

 

Am 28.02.2013, 17.00 Uhr war es dann soweit. Die Magnettafel mit den Würfeln war fertig und wurde an uns übergeben.

 

 

Am Montag, den 04.03.2013, wird Policat IV gemeinsam mit dieser Magnettafel in der Grundschule Nobitz anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt Policat eingeführt. Das Set verbleibt bis Ende Februar 2014 an dieser Schule und wird vorwiegend in Hortbereich selbstständig durch Pädagogen genutzt.

 

 

 

 

Somit stehen nun vier Präventionssets zum Thema „Geh nicht mit Fremden mit! Nimm nichts von Fremden an!“ im Altenburger Land zur Präventionsarbeit an Kindereinrichtungen und Grundschulen zur Verfügung.

Steffen Gründel und Walburga Gründel-Syring

Landesweite Schlagzeilen

Heute mit: Steffen Gründel (Verdienstvoller Ehrenamtlicher)

Rund 1500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, einen stattlichen Geldbetrag aus eigener Tasche und vor allem ganz viel Herzblut hat Steffen Gründel in den zurückliegenden sechs Jahren in zwei Projekte investiert, die Kinder vor schrecklichen Erfahrungen bewahren sollen.

„Nina und der Fremde“ und „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“, so heißen jene beiden Projekte, die Steffen Gründel als „ein Hilfsangebot zur körperlosen Verteidigung“ entworfen hat. „Inhalt meiner Arbeit, bei der mich etliche Mitstreiter unterstützt haben, war die Herstellung von Präventionsmaterialien unterschiedlichster Art, die es Pädagogen ermöglicht, fachkundig und altersgerecht auf Gefahren von Missbrauch einzugehen. Und Möglichkeiten aufzuzeigen, brenzlige Situationen zu bewältigen.“

Als Frühaufsteher kümmert sich Steffen Gründel allein um die Vorbereitungen fürs Sonntagsfrühstück. Dafür steht ihm Ehefrau Walburga bei seinen zahlreichen Ehrenamts-Projekten stets überaus aktiv zur Seite. Foto: Ralf Miehle

Was Steffen Gründel zunächst vor seinem geistigen Auge konzipierte, zu Papier brachte und nachfolgend drucken oder auf CD und DVD brennen ließ, hat inzwischen längst in den erzieherischen Alltag des Landkreises Einzug gehalten. Nachdem das Drehbuch zum Video „Nina und der Fremde“ nach zahlreichen Praxistests eine Endfassung erfahren hatte und zum Film geworden war, erntete der Initiator beim Jugendamt und Vizelandrätin Christine Gräfe so viel Anerkennung, dass das Landratsamt alle 56 Kindergärten des Kreises damit ausstatten ließ. Nebst einem sogenannten Kniebuch mit pädagogischen Handreichungen, die Steffen Gründel weiterführend erarbeitet hatte. Damit war das erste Projekt nach zwei Jahren intensiver Arbeit Anfang 2008 abgeschlossen.

Doch Steffen Gründel gönnte sich keine lange Pause. In seiner Freizeit tüftelte er ab Mai 2009 am „Policat“-Vorhaben. Dessen Maskottchen, eine sympathische, gewitzte Katze in einer Polizeiuniform, von unserem Gesprächspartner erdacht und bei einer Thüringer Plüschtierfabrik in Auftrag gegeben, ist inzwischen zu einem Markenzeichen geworden. „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ ist ein Würfelspiel zum Verhaltenstraining für Kinder. Dazu gehören eine Magnettafel und eine an Pädagogen gerichtete (Spiel-)Anleitung, die die Heranwachsenden zu aktiven Mitwirkenden macht. Letztlich entstanden aus der Erfahrung heraus, dass derlei spielerisch erworbenes Wissen weitaus größere und nachhaltigere Wirkungen beim jungen Auditorium hinterlässt. Auch die Materialien zu „Policat“ existieren nunmehr in praxistauglicher Doppelausfertigung und sind für Kindergärten und Grundschulen als Leihmaterial beim Jugendamt erhältlich.

Während also Erzieher und Lehrer beide Projekte und deren hilfreiche Materialien längst kennen und nutzen und gleichermaßen  viele Mütter und Väter auf Elternversammlungen damit vertraut gemacht wurden, blieben die außergewöhnlichen Bemühungen des Steffen Gründel einer breiten Öffentlichkeit lange verborgen. Erst als der Polizeioberkommissar auf dem Neujahrsempfang der Stadt Altenburg für sein verdienstvolles ehrenamtliches Wirken geehrt wurde, nahmen Gäste und Leser der Berichterstattungen über das Ereignis Notiz von diesen Aktivitäten. Im Februar aber schlugen die Wellen ganz hoch: Steffen Gründel wurde „Thüringer des Monats“. Eine Auszeichnung, die die Thüringer Ehrenamtsstiftung, das Thüringen-Journal des MDR-Fernsehens und MDR 1 Radio Thüringen gemeinsam vergeben, sorgte für landesweite Schlagzeilen. „Den Tag der Übergabe der Auszeichnung im Landratsamt vergesse ich ganz bestimmt nicht“, erinnert sich unser Frühstücksgast, „mein Blutdruck war bestimmt auf 200.“

Überrascht von großer Aufmerksamkeit

In sechsjähriger ehrenamtlicher Arbeit hat Steffen Gründel zwei wichtige pädagogische Projekte entwickelt, die Kinder vor Missbrauch bewahren sollen. Foto: Ralf Miehle

Jetzt spätestens waren Steffen Gründels Projekte in aller Munde und viele staunten, was der 56-Jährige in seiner Freizeit zuwege gebracht hatte. Selbst die Kollegen in der hiesigen Polizeiinspektion. Ganz so, wie es offensichtlich seine Art ist, hatte der nun so hoch Geehrte nie einen großen Wirbel um seine Ehrenamtsarbeit gemacht. „Mein Dienststellenleiter Andreas Pöhler wusste natürlich davon und unterstützt mich auch sehr, ansonsten aber trenne ich selbstverständlich diese eigenen Ambitionen von meinen beruflichen Pflichten.“ Letztgenannte Alltagspflichten haben seit 2008 neben einem Verantwortungsbereich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ebenso mit Prävention zu tun. Steffen Gründel ist regelmäßig unterwegs, um über die Aufgaben der Polizei aufzuklären oder Verkehrsteilnehmer zu schulen, um nur einiges herauszugreifen. Zuvor war der gebürtige Dresdner über viele Jahre im Streifendienst sowie als Wach- und Schichtleiter tätig. Nach zehn Jahren einer Funker-Karriere in Gleina hatte sich Steffen Gründel 1984 für einen Wechsel zur Polizei entschieden, avancierte nach einem Studium ab 1987 zum ABV und setzte sich nach der Wende noch einmal auf die Schulbank, um nach entsprechenden Exerzitien den Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) zu erwerben.

Neue Ehrenamts-Vorhaben hat er bereits fest im Blick, u.a. die Entwicklung einer Lernsoftware für Smartboards. Langeweile wird es also weiterhin nicht geben – und die zwölfsaitige Gitarre, auf der er gern öfter spielen würde, bleibt wohl doch noch ein Weilchen nur selten genutzt in der Ecke stehen …

Ralf Miehle

Tipp: Die von Stiefsohn Christian Syring betreute Internetseite unter www.policat.de mit weiteren Informationen.

Quelle: Osterland Sonntag 1. April Seite 7: „Sonntagsfrühstück“