|
|
Informationen für Kinder und Eltern im Internet

Bürgerreporter Steffen Gründel: Mal raus aus dem Klassenraum und in die Natur. Diese Möglichkeit gibt es seit November 2011 für Kinder in Altenburg. Graffiti-Künstler Ralf Hecht und Grafikgestalterin Susann Seifert gestalteten ein Trafohaus in der Liebermannstraße auf Grundlage des Präventionsmaterials “Policat rät: Nicht nur Schokolade!” und des Themas: “Geh nicht mit Fremden mit!” (myheimat-Beitrag vom 27. November 2011).
Vor einigen Tagen wurde im Internet unter www.policat.de eine Handreichung für Pädagogen und Eltern eingestellt. Die 15-seitige Broschüre gibt Präventionstipps zu den Themen: Gefahr im Internet, Mobbing, Diebstahl und Sachbeschädigung. Zum Schluss wird ein kleiner Wissenstest und zusätzlich ein Rätsel für neugierige Kinder angeboten. Das gesamte Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt und darf vervielfältigt werden. Angedacht ist es, künftig Schulkassen an diesem Trafohaus eine themenbezogene Bilderbesprechung anzubieten.
@ Mehr dazu auf www.myheimat.de/beitrag/2383799
 Foto: © Steffen Gründel
Diese Broschüre können sich Interessierte hier ansehen.
Quelle: OVZ vom 18./19.02.2012, S. 18
Projekt „Nina und der Fremde“ im Kindergarten „Kleiner Eisvogel“ gestern abgeschlossen
Treben. Im Trebener Kindergarten „Kleiner Eisvogel“ ist vorgestern das zehnwöchige Projekt „Nina und der Fremde“ mit einem Elternnachmittag abgeschlossen worden. Um sexuellem Missbrauch an Kindern entgegenzuwirken, führen zwei Sozialpädagogen des Innova Sozialnetzwerks im Auftrag des Meuselwitzer Mehrgenerationenhauses das Projekt in Kindergärten durch.
Von FRAUKE SIEVERS
13 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren hatten sich unter Leitung der Sozialpädagogen Tanja Noll und Julia Snella einmal in der Woche jeweils eine Dreiviertelstunde mit dem Thema befasst. Zu Beginn der Projektphase wurde der Film „Nina und der Fremde“ gezeigt, in dem eine Schülerin von einem fremden Mann, Onkel Rudi, angesprochen wird. Der Mann versucht, das Mädchen mit ins Auto zu bekommen, was aber nicht gelingt. Die Sozialpädagoginnen reden gemeinsam mit den Kindern über den Film, sprechen über das kleine, flüsternde Nein und das große, laute Nein, Gefühle, den eigenen Körper, angenehme und unangenehme Berührungen und über gute und schlechte Geheimnisse.
 Im Kindergarten „Kleiner Eisvogel“ berichten die Mädchen und Jungen ihren Eltern, was sie gelernt haben. Foto: Mario Jahn
Damit soll den Mädchen und Jungen Selbstvertrauen vermittelt werden, selbst über ihren Körper entscheiden zu dürfen. Und sie lernen, wie sie reagieren sollen, wenn ein Fremder sie anspricht.
Zum Abschluss des Projekts berichteten die Mädchen und Jungen der Kita „Kleiner Eisvogel“ ihren Eltern, was sie in den vergangenen zehn Wochen gelernt haben. Damit kann zum einen überprüft werden, ob die Kernaussagen hängen geblieben sind, zum anderen werden die Eltern mit ins Boot geholt. Viele haben im Alltag wenig Zeit für solche Themen. Wir versuchen das Gelernte in die Familien zu projizieren, damit mit den Kindern auch hinterher weiter darüber gesprochen wird. Abschrecken wollen die Sozialpädagogen aber nicht. „Wir gehen das Thema sexueller Missbrauch kindgerecht an und klären nicht darüber auf, was genau passieren kann.“
Initiiert wurde das Projekt im Jahr 2006 von Polizist Steffen Gründel und einer Elterninitiative, um Gefahren auf dem Schulweg vorzubeugen.
Quelle: Osterländer Volkszeitung vom 15.12.2011 – Seite 15
 Steffen Gründel mit Policat vor der Firma Steiner - Quelle: Privat
Altenburg. In einigen Bundesländern unserer Republik tragen Polizeibeamte schon die neue blaue Uniform. Ebenso erscheint die Thüringer Polizei schon seit längerer Zeit im neuen Gewand. Das sahen auch die Kinder im Altenburger Land. Somit war das 150 cm große Plüschtier „Policat“ in seinen Präventionseinsätzen in der alten Bekleidung nicht mehr up to date. Policat verlangte auch nach dem neuen Outfit. Was lag nun näher, als dass sich das Policat-Team mit der Herstellerfirma, der Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal in Verbindung setzte, um das Maskottchen umzuziehen.
Am Freitag, dem 02.09.2011, gegen 11.00 Uhr war es soweit. Das Plüschtier „Policat“ traf zur Neueinkleidung in Georgenthal ein. Walburga Gründel-Syring und Steffen Gründel – beide Mitarbeiter des Präventionsprojektes gegen sexuellen Missbrauchs an Kindern „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ – wurden von der Geschäftsführerin der Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik, Frau Susanne Bier, persönlich empfangen. Chefdesignerin Antje Zahl nahm sich des im Februar 2008 in dieser Firma hergestellten Plüschtieres an und gestaltete die neue „blaue“ Uniform. Dazu wurde Policat „nackig“ gemacht und erst einmal auf etwaige Blessuren fachmännisch untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Kopf von Policat etwas ausgerichtet werden musste. Durch die vielen Streicheleinheiten war mit der Zeit der Hals leicht deformiert und musste etwas ausgestopft werden. Danach wurde das Plüschtier neu eingekleidet. Ein gestickter Button mit dem Namen der Homepage www.policat.de oberhalb der linken Brusttasche ziert jetzt das neue blaue Hemd. Die Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik schneiderte eine dunkelblaue Hose nach Maß mit praktischen Reißverschlüssen. Somit kann künftig auch die Hose gereinigt werden, falls dies einmal nach den Einsätzen notwendig sein sollte.
Desweiteren übergab Steffen Gründel der Geschäftsführerin der Fa. Steiner GmbH Spielwarenfabrik themenbezogenes Material zur Information der Firmenmitarbeiter, um den präventiven Charakter des Plüschs „Policat“ für den Hersteller einmal mehr zu unterstreichen.
Künftig wird das Plüschtier „Policat“ vom Oktober bis Dezember 2011 im Kindergarten Treben zu finden sein. Das Mehrgenerationenhaus des ZFC Meuselwitz e.V. (MGH) ist hier mit Sozialpädagogin Tanja Noll unterwegs.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.policat.de
Steffen Gründel
Quelle: http://abg-net.de/index.php?id=197&tx_ttnews[tt_news]=14051&tx_ttnews[backPid]=255&cHash=9dae3c2911 vom 04.10.2011
„Hallo Nina!“ So wurden die Psychologin Nadja Keller und die Sozialpädagogin Tanja Noll meist von den Kindern begrüßt, die am Präventionsprojekt „Nina und der Fremde“ teilnahmen. Initiator der Maßnahme ist das Mehrgenerationenhaus des ZFC Meuselwitz e.V. (MGH) , welches sich der Hilfe dieser zwei kompetenten Fachkräfte der Innova Sozialwerk Altenburg e.V. bedient. Grundlage für die Arbeit bieten Kind gerechte und umfangreiche Lehrunterlagen zum Thema „Nina und der Fremde“, die durch die Urheber Elterninitiative Altenburger Land e.V. sowie Steffen Gründel dem MGH kostenlos zur Verfügung gestellt worden sind.
Am Ende des Kindergartenjahres 2010/2011 wurden in insgesamt 6 Kindertagesstätten der Meuselwitzer Region ca. 90 Jungen und Mädchen an das sensible Thema sexuelle Gewalt herangeführt. Im Mittelpunkt des Projekts stand natürlich Nina, die im Film, im gemeinsam einstudierten Lied, in vielen Büchern, in Reimen und Gesprächen, die Kinder über einen Zeitraum von 3 Monaten, begleitete. Jede Unterrichtsstunde stand dabei unter einem besonderen Thema, das spielerisch mit den Kindern erörtert wurde. Inhalte waren neben „unser Körper“, auch „Berührungen“, „Gefühle“, „Nein-Sagen“, „Geheimnisse“ und „Vertrauenspersonen“. Im Anschluss an das 10-wöchige, 45 Minuten-Projekt, zeigten sich die Kindern besonders stolz und aufgeregt, die erlernten Inhalte auch Ihren Eltern zu präsentieren. Sowohl die Eltern als auch die Erzieher wurden vor Projektbeginn mit dem Vorhaben und Ansinnen vertraut gemacht und angehalten, auf Fragen der Kinder im Kindergartenalltag und Familienleben vorbereitet zu sein.
Im August 2011 endete der erste Projektdurchlauf mit positiver Resonanz seitens der Kindergärten. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Anfragen von Kindertagesstätten, das Projekt mit dem Schwerpunktthema körperlicher und seelischer Gewalt auch im Jahr 2011/2012 umzusetzen.
Kathrin Vollrath Meuselwitz, 07.09.2011
Projektleiterin
——————————————————————————————————————————————————————————————————–
Mehrgenerationenhaus:
Das Mehrgenerationenhaus des ZFC Meuselwitz ist ein offener Treffpunkt für Menschen jeden Alters. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, und Senioren können sich ganz selbstverständlich begegnen, miteinander reden, spielen, lernen, Ideen entwickeln und sich gegenseitig helfen.
Alle Generationen haben verschiedene Erfahrungen. Diese Potentiale werden im MehrGenerationenHaus aufgegriffen und genutzt, ganz wie in einer Großfamilie.
Der Schwerpunkt des MGH in Meuselwitz liegt in der Unterstützung sozial benachteiligter Zielgruppen, Jugendqualifikation, der Förderung über 50-jähriger, Hilfe beim Wiedereinstieg ins Berufsleben, Kinderbetreuung sowie Gewaltprävention.
Quelle: http://abg-net.de/index.php?id=197&tx_ttnews[tt_news]=13859&tx_ttnews[backPid]=70&cHash=0749421a9a
Der Polizeikater rät allen Kindern: Gehe nie mit einem Fremden mit!
Gehe nie mit einem Fremden mit! Nimm keine Geschenke von Fremden an! Steige niemals zu einem Fremden ins Auto! – Sätze, die Eltern und Großeltern ihren Kindern und Enkelkindern immer wieder aufs Neue einschärfen. Und doch werden jedes Jahr wieder Kinder Opfer sexueller Gewalt. Der Altenburger Polizeibeamte Steffen Gründel hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Walburga Gründel-Syring ehrenamtlich ein Projekt initiiert, das Kindergärten und Elternhäuser in der Präventionsarbeit unterstützen soll.
Anknüpfend an das erste, vor drei Jahren gestartete Präventionsprojekt „Nina und der Fremde“ ist nun das Folgeprojekt „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ im Altenburger Land angelaufen. Derzeit haben die Kindergärten des Landkreises die Möglichkeit, die neu entwickelten Policat-Spiel- und Lernmodule für jeweils einen Monat in ihrer Einrichtung zu nutzen. „Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder beim Gegenüberstehen eines Fremden Gefahrensituationen erkennen, weglaufen, laut nach Hilfe schreien und niemals mit ihnen gehen. Die Kinder sollen lernen, ein gesundes Misstrauen gegenüber Menschen zu entwickeln, die sie nicht kennen“, erklärt Steffen Gründel.
Policat, der große Polizeikater in Uniform und aus Plüsch, war in den letzten vier Wochen zu Gast bei den vier- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen im Kindergarten „Knirpsenland“ in der Altenburger Bonhoefferstraße.
 Praktikantin Katja Meister erklärt den Kindern eine Gefahrensituation und übt mit ihnen, wie man sich richtig verhält.
„Kinder und Eltern“, so berichtet die Leiterin der Einrichtung Birgit Heinrich, „haben das Projekt begeistert angenommen“. Policat-Hauptelemente sind eine Magnettafel und ein Würfelspiel. Im Umgang damit sollen die Kinder lernen, sich nicht mit Geschenken wie Schokolade von Fremden locken zu lassen. „Zu diesem Zwecke werden Gefahrensituationen nachgespielt und besprochen, es wird geübt, wie man der Verlockung widersteht und laut um Hilfe ruft“, erklärt Birgit Heinrich weiter. Und Policat, der Polizeikater, steht den Knirpsen dabei mit seinem Rat zur Seite. Am liebsten wollen ihn die Kinder gar nicht mehr hergeben. Doch der uniformierte Kater zieht schon bald weiter – in den nächsten Kindergarten, um den Mädchen und Jungen zu sagen: „Gehe nie mit einem Fremden mit!“
Text und Foto: J.F.
Quelle: Nichtamtlicher Teil – Amtsblatt Altenburger Land Nr. 8/04. Juni 2011
Präventionsprojekt „Policat“ gegen sexuellen Missbrauch in der Kita Bärenstark
Altenburg. „Hilfe, Hilfe“, „Fass mich nicht an“, „Hau ab“: Mit diesen Sätzen haben 24 Kinder der Kita Bärenstark des Klinikums Altenburger Land in den vergangenen vier Wochen gelernt, sich gegen potenzielle Angreifer zu verteidigen.
Die Vier- bis Sechsjährigen beteiligten sich an dem Präventionsprojekt „Policat – Kinder stark machen gegen sexuellen Missbrauch“. Vergangene Woche haben die Kleinen ein letztes Mal gezeigt, was sie geübt haben. Danach erhielten die Steppkes als Auszeichnung ein Zertifikat.
Vor den Augen des Projektleiters Steffen Gründel werden dabei verschiedene Situationen nachgestellt, in denen die Kinder richtig reagieren müssen. „Am Besten ist in jedem Fall, laut zu schreien“, empfiehlt der Polizei-Oberkommissar, der dieses Projekt vor drei Jahren in seiner Freizeit angeschoben hatte.
„Wir sind absolut zufrieden, wie sich die Kinder in speziellen Notsituationen verhalten. Jetzt muss es nur noch nachhaltig wirken“, sagt die Leiterin des Betriebskindergartens Klinikum Altenburger Land, Haike Gibisch. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kita an dem Projekt teilgenommen. „Die Vorschulkinder, die schon zum zweiten Mal mit dabei sind, achten jetzt im Alltag vielmehr auf Menschen, die sich auffällig verhalten. Vor Kurzem stand beispielsweise ein Mann am Zaun. Gleich kamen die Kinder zu uns und berichteten davon.“
Auch die Eltern befürworten das Projekt. „Kein Elternteil möchte, dass die eigenen Kinder Gewalt erfahren. Deswegen finde ich dieses spielerische Vermitteln von Verhaltensweisen sehr wichtig“, meint Sebastian Dähne. „Es ist erschreckend, was man so in den Nachrichten liest, deswegen finde ich das Engagement der Kindergartens klasse“, fügt Claudia Krist hinzu.
Das Projekt begleitet der Weiße Ring Altenburger Land, die Anlaufstelle für Menschen, die bereits Gewalt erfahren mussten und betreut werden. „Die Anzahl der Opfer krimineller Handlungen steigt jährlich“, berichtet Elke Hörügel, Außenstellenleiterin vom Weißen Ring. Wo sonst rund 65 Opfer betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr 86. „Ein Drittel davon sind sexuell missbraucht oder genötigt worden.“
Bereits in diesem Jahr sind der Hilfsorganisation 16 Fälle bekannt, sechs davon wegen sexuellen Missbrauchs. „Das ist nur die Dunkelziffer“, warnt Elke Hörügel und verdeutlicht: „Die Übergriffe passieren vor unserer eigenen Haustür. Umso wichtiger sind solche Projekte, um potenzielle Straftäter abzuschrecken.“ Auf das Maskottchen Policat, die Magnettafel und die Bilderwürfel warten schon die nächsten Kinder: Die Kita Am Finkenweg in Schmölln beginnt das Projekt als nächstes. Annett Böhm
Quelle: OVZ vom 07.04.11
 Der 5-jährige Kevin und die 6-jährige Stella mit dem Maskottchen „Policat“. Lesen Sie dazu auf Seite 2. Foto: frb
Altenburg (frb). Dass Kinder nicht mit Fremden mitgehen sollen oder nie in das Auto eines Fremden einsteigen sollen, versuchen Eltern ihren Kindern bereits im Kindergartenalter beizubringen. Unterstützung erhalten sie jetzt von Kindergärten im Altenburger Land, die am Präventionsprojekt „Nina und der Fremde“ teilnehmen. Der Initiator des Projektes und Polizist Steffen Gründel will mit Hilfsmitteln, wie Magnettafel, Kniebuch und der Plüschkatze Policat die Kinder zu einem gesunden Misstrauen gegenüber Fremden erziehen. „Sie sollen lernen, nicht mit ihnen mitzugehen und in Gefahrensituationen ‘Nein’ sagen zu können“, berichtet Gründel, der das Projekt ehrenamtlich begleitet und auch sonst viel Zeit in das Vorhaben steckt. „Insgesamt 927 Stunden Arbeit habe in das Schreiben des Drehbuchs investiert“, sagt er stolz. „2007 ist dazu ein Video entstanden und ein Musikpädagoge schrieb sogar ein Lied.“ Dass die Kinder begeistert bei der Sache sind, weiß auch Haike Gibisch, Leiterin des Kindergarten „Bärenstark“, der das Projekt bereits im zweiten Jahr in Folge durchführt. „Die Kinder üben zirka 4 Wochen lang, wie sie sich in bedrohlichen Situationen verhalten sollen, sehen gemeinsam Bilder an, singen Lieder und spielen Rollenspiele“, erzählt die Leiterin. „Bei einem Abschlusstest müssen die Kinder das Gelernte anwenden und unter Beweis stellen.“ Dazu übt Steffen Gründel mit den Mädchen und Jungen schon einmal den Ernstfall. Wie z. B. eine ablehnende Reaktion aussieht, wenn ein Fremder ein Nintendo schenken will. Auch im Mehrgenerationenhaus des ZFC Meuselwitz und in der Kita „Am Finkenweg“ in Schmölln wird das Präventionsangebot angenommen. Für die Zukunft erhofft sich Gründel, dass noch mehr Kindergärten am Projekt teilnehmen und die Kinder für die Zukunft stark gemacht werden.
 Die vier- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten „Bärenstark“ lernen Situationen kennen, die eine Bedrohung für sie darstellen könnten. Spielerisch und mit entsprechend pädagogischem Material wird die Beobachtungsgabe der Kinder geschult. Foto: frb
Quelle: Kurier 02.04.2011
Seit Beginn des Aktionsprogrammes Mehrgenerationenhaus im Jahr 2008 wurden bereits bestehende Freizeit- und Sportangebote unseres Trägers ZFC Meuselwitz e.V. um Maßnahmen mit Schwerpunkten (Weiter)Bildung, Berufsorientierung, Hilfe beim Einstieg ins Berufsleben, Familienunterstützung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Prävention für eine Zielgruppe aus Jung und Alt erweitert.
Im Vordergrund des Projektteils „Gewaltprävention“ steht die Vernetzung mit Trägern im Kinder- und Jugendbereich, mit Dienststellen der Polizeiinspektion aber auch mit Vereinen und Bildungsträgern, um durch gemeinsames Handeln Kinder und Jugendliche vor möglichen Straftaten zu schützen und gleichzeitig Eltern Betreuungshilfen zu bieten. Immer wiederkehrende Ereignisse zu Sexualverbrechen an Kindern, aber auch Vorkommnisse im Freizeitverhalten von Jugendlichen belegen den notwendigen Handlungsbedarf.
Seit Januar diesen Jahres wurde das Projekt „Nina und der Fremde“ – ein Präventionsangebot zum sexuellen Missbrauch an Kindern – in die Aktivitäten des Mehrgenerationenhauses wieder aufgenommen. Teilnehmer des Angebotes sind momentan 5 bis 6-jährige Vorschulkinder der Kindertagesstätten der Nordregion. Um dem steigenden Interesse anfragender Kindereinrichtungen gerecht zu werden, wurden zwei kompetente Fachkräfte der Innova Sozialwerk e.V. Altenburg beauftragt. Kinder rechtzeitig für mögliche Gefahren zu sensibilisieren, eigene Gefühle zu erkennen und zu deuten, Unsicherheit zu überwinden, bewusst „Ja“ und „Nein“ zu sagen sowie zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu unterscheiden, ist das Hauptanliegen der Psychologin Nadja Keller sowie der Sozialpädagogin Tanja Noll.
Die Eltern werden vor und zum Abschluss des Kurses über die Inhalte und die Arbeit mit den Kindern informiert und werden angeregt, die wertvollen Hinweise im täglichen Umgang mit ihren Kindern anzuwenden. Die Grundlage für die Arbeit bieten Kind gerechte und umfangreiche Lehrunterlagen zum Thema „Nina und der Fremde“, welche durch die Initiatoren Elterninitiative Altenburger Land e.V. dem Mehrgenerationenhaus kostenlos zur Verfügung gestellt worden sind.

Kathrin Vollrath
Projektleiterin
Meuselwitz, 16.03.2011
http://zfc.zliga.de/eznews.php?news=1238596362&nummer=1300282560
Altenburg. Mehrsprachig präsentiert sich seit Kurzem die Internetseite des Präventionsprojektes Policat. Wie die Altenburger Initiatoren des Projektes zur Vorbeugung des sexuellen Missbrauchs von Kindern mitteilten, sind die Willkommensseiten der Homepage inzwischen auf Englisch, Russisch, Spanisch und Vietnamesisch abrufbar.
Insgesamt 26 Teams aus Altenburg, Weida, dem britischen Norwich sowie Barcelona hätten die Informationen übersetzt. Aus der Skatstadt waren Schüler des Lerchenberggymnasiums sowie des Friedrichgymnasiums an den Übersetzungen ins Englische und Russische beteiligt. “Die Schüler haben wirklich ganze Arbeit geleistet”, sagte Walburga Gründel, Mitarbeiterin von Policat aus Altenburg. “Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit den Gymnasien.”
Völlig unkompliziert hätten sich auf Anfrage die Englischlehrerin Isolde Mäder sowie die Schulleitung bereit erklärt, die Übersetzungen in den Sprachunterricht zu integrieren. So wurden die Übersetzungen für 17 Schüler des Lerchenberggymnasiums Teil des Englischkurses 12/2. Als außerschulisches Projekt und somit in ihrer Freizeit hätten jeweils zwei Schüler von beiden Gymnasien den Einführungstext ins Russische übersetzt. Angeleitet wurden sie dabei von ihrer Russischlehrerin Sabine Brückler. “Die Schüler waren mit sehr viel Engagement dabei”, lobte Walburga Gründel die fleißigen Helfer.
Nötig geworden waren die Übersetzungen, weil das Projekt auf seiner gefragten Homepage Besuche aus 26 Ländern verzeichnete, darunter auch aus Russland, Australien und Kenia. Allerdings seien die Besucher jeweils immer nur sehr kurz auf der Seite geblieben, da viele von ihnen kein deutsch verstehen würden. damit war die Idee geboren, einführende Informationen über das Projekt auch in anderen Sprachen anzubieten.
“Wir wollen jedoch weniger die Menschen weltweit erreichen”, so die Projekt-Initiatorin. “Unser wichtigstes Anliegen ist es, auch für Mitbürger mit Migrationshintergrund im deutschsprachigen Raum Informationen zum Thema Prävention anzubieten.”
Nun ist Walburga Gründel nach eigenen Angaben gespannt, wie sich die Besucherzahlen entwickeln: “Wir hoffen natürlich, dass die Menschen jetzt länger auf der Homepage bleiben und sich für unser Programm zur Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern interessieren.”
Im Rahmen des Projektes Policat üben Vorschulkinder sowie Kinder des Klassenstufen eins bis vier altersgerecht, wie sie sich vor Übergriffen schützen können. Wichtige Themen sind das Erkennen von gefährlichen Situationen und wie man mit ihnen umgeht.
Quelle: Osterländer Volkszeitung vom 04.12.2010
|
|