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Eltern der Gruppe I vom Kastanienhof berichten über gelungene Aktion
Schmölln (OTZ). Die Eltern der Gruppe I des integrativen Kindergartens „Kastanienhof“ Schmölln berichten von einer Aktion, wie ihre Sprösslinge mit „Policat“ richtiges Verhalten gegenüber Fremden erlernen können. Die Aktion steht unter dem Thema „Nina und der Fremde“.
Zum Anliegen heißt es in dem Brief: In den Medien ist immer öfter von sexuellem Missbrauch an Kindern zu hören. Was kann man tun, um unsere Kinder davor zu schützen? Genau diese Frage stellte sich auch die Elterninitiative Altenburger Land. Sie gestaltete ein Projekt, welches sich wie gesagt „Nina und der Fremde“ nennt.
 Die Kinder mit Policat. (Foto: Kindergarten)
Diese Aktion wurde zur jüngsten Elternversammlung durch Herrn Gründel (ein Mitarbeiter dieser Elterninitiative) im Kindergarten vorgestellt. In einem Film wird realitätsnah, aber doch für Kinder verständlich eine Szene nachgespielt, die den Kindern lehren soll, ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden zu entwickeln, „Nein“ zu sagen und die Beobachtungsgabe zu erhöhen.
Dazu erschienen ist ein Kniebuch, in dem Policat als kindgroße Polizeikatze einen Polizisten verkörpert, der mit Rat und Tat zur Seite steht.
In der Gruppe I des Integrativen Kindergartens „Kastanienhof“ wird derzeit dieses Projekt mit den Kindern durchgeführt. Die Eltern finden dieses Projekt sehr gelungen und nahmen viele Anregungen mit nach Hause.
Quelle: Ostthüringer Zeitung, 15.10.2008
Anfang Juni 08 hatten die Vorschulkinder im Kindergarten Ponitz Besuch von einer 1,50 m großen Katze in Polizeiuniform. Die Stoffpuppe mit dem Namen Policat wurde 10 Tage lang von der gleichnamigen Elterninitiative (mehr unter www.policat.de) zum richtigen Umgang mit Fremden zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe des dazugehörigen Buches der Elterninitiative führte die Kindergärtnerin der Vorschulkinder, Frau Küchler, das Thema weiter aus. Neugierig geworden, lauschten die Kinder „Nina’s Lied“, das die Geschichte eines Schulmädchens erzählt: Nina bummelt auf dem Nachhauseweg aus der Schule und wird von einem fremden Mann angesprochen. Er fordert das Kind auf, mit seinem Hund eine Spazierfahrt in seinem Auto zu machen. Die Melodie des Liedes ging ins Ohr und die Geschichte weckte die Aufmerksamkeit der Kinder, ohne Angst zu machen.
Am 17.06.08 kam dann Herr Gründel von der Altenburger Polizei in den Kindergarten und übte mit den Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln für den Schulweg. Dazu brachte er Verkehrsschilder und Ausmalbilder mit und baute im Zimmer eine große Ampel auf. Er zeigte sich erstaunt, was die Kinder schon alles wissen. Aber auch der Umgang mit Fremden wurde gelernt. Beim lauten Hilferuf waren die Kinder in ihrem Element und „bestimmt im ganzen Land zu hören“. Zum Schluss begeisterten sich die Kinder an dem Ausprobieren der Polizeiausrüstung, wie Hut und Uniform, aber auch der Sirene im Polizeifahrzeug. Spätestens wenn Kinder eingeschult werden bewegen sie sich allein in der Öffentlichkeit. Deshalb ist es wichtig, schon Kinder im Vorschulalter auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und sie vor Übergriffen von Fremden zu warnen. Es ist zu hoffen, dass mit Aktionen wie dieser der Schulweg ein Stück sicherer wird.
Katharina Freytag
Quelle: Der Gemeindebote, Gemeinde Ponitz, 24.06.2008
Im Finkenweg erfahren Kinder derzeit, wie man sich Fremden gegenüber verhält
Von OTZ-Reporterin Ulrike Grötsch
Schmölln. Im Foyer des Kindergartens Finkenweg in Schmölln stand eine große Katze in Polizeikleidung – Policat stand auf derem Namensschild. Die schlaue Katze in Polizistenuniform gibt es auch kleiner, handlicher. Sie dient den Kindergärtnerinnen in Zusammenarbeit mit der Polizei dazu, Kinder im Vorschulalter auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen.
 Die Kinder der Gruppe von Marlies Schmidt im Kindergarten Finkenweg beschäftigen sich derzeit mit Policat und schulen so ihre Beobachtungsgabe. Außerdem werden sie dazu angehalten, nicht mit Fremden mitzugehen. (Foto: OTZ/Grötsch)
Mit entsprechendem Material wird den Erzieherinnen seitens der Polizei eine Handreichung gegeben, die aus Erkenntnissen einer Elterninitiative aus dem Altenburger Land, der freiwilligen Mitarbeit von Erzieherinnen und Lehrern sowie einem engagiertem Schulamt entstanden ist. „Nina und der Fremde“ ist die gesamte Aktion überschrieben. Kinder sollen lernen, nicht mit Fremden mitzugehen und ihre Beobachtungsgabe schulen. Damit soll sexuellem Missbrauch von Kindern vorgebeugt werden. Die Erzählung bietet Vorschulkindern und Grundschülern einen Sachverhalt, der im Leben vorkommen kann und auch schon in dieser oder ähnlicher Art geschehen ist. Realitätsnah, ehrlich und offen werden für Lernende Probleme zur Wahrnehmung der Umwelt zeichnerisch dargestellt. Die einzelnen Szenen fördern die allgemeine Beobachtungsgabe und sensibilisieren Kinder in ihrer Handlungsfreiheit. Die Geschichte ist schnell erzählt: Nina wird auf dem Heimweg von der Schule von einem fremden Mann angesprochen worden, er bietet ihr Schokolade an. Oma Erna beobachtet das Geschehen und schickt Nina nach Hause. Es ist nichts passiert. Nina erzählt Mutti diese Begegnung. Mutti ruft die Polizei und erzählt das Erlebnis ihrer Tochter. Anhand dieser Geschichte sollen die Kinder lernen, sich Details einzuprägen, damit die Anhaltspunkte die Polizei auch zum möglichen Täter führen. Wie sah der Mann aus, welchen Dialekt sprach er. Policat ist jene Figur, die von den Kindern in diesem Spiel mit ernstem Hintergrund vieles wissen möchte. Sie befragt nicht nur die anrufende Mutti, auch Oma Erna und Nina selbst. Policat verkörpert einen Ratgeber und nicht als Besserwisser einen Polizisten. Sie steht den Kindern bei den Übungsphasen des Beobachters, der Wiedergebens in Bild und sprachlicher Form mit Rat zur Seite. Nicht zuletzt lernen die Kinder spielerisch gegenüber Fremden Nein zu sagen, auch wenn Schokolade oder Anderes zum Mitgehen locken sollten.
Quelle: Ostthüringer Zeitung, April 2008
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