Fortbildung an der Uni Ulm

Zertifikat Grundkurs Uni Ulm

Würdigung ehrenamtlichen Engagements anläßlich des Neujahrsempfangs der Stadt Altenburg

 

Policat in neuem blauen Outfit

Am 4. September 2011 fuhren wir mit unserem Maskottchen Policat nach Georgenthal, um in der Firma Steiner Plüschtiere GmbH ihm eine neue blaue Uniform schneidern zu lassen. Wir folgten einer Einladung der Geschäftsführerin Frau Bier.

Foto: © Steffen Gründel

Foto: © Steffen Gründel

Policat wurde nach unserem Eintreffen zuerst nackig gemacht und fachmännisch auf evtl. Blessuren untersucht. Der Kopf mußte etwas ausgerichtet werden. Durch die vielen Streicheleinheiten hatte der Hals gelitten.

Danach schneiderte Frau Zahl unserem Policat diese neue Uniform.

Foto: © Steffen Gründel

Foto: © Steffen Gründel

In der Zwischenzeit führte uns Frau Bier durch die Produktionsräume. Die Vielzahl der verschiedenen Plüschtiere war für uns sehr beeindruckend. Frau Bier erklärte uns auch die Sicherheitsvorschriften, die vor allem bei Plüschtieren für Kinder wie z. B.  beim Anbringen von Augen einzuhalten gilt.

 

Jetzt hat unser Policat ein neues zeitgemäßes Outfit. Eine neue Mütze gehört ebenfalls dazu wie der gestickte Button mit der Adresse der Homepage oberhalb der linken Brusttaschenklappe. Frisch gestylt und mit aufgerichtetem Kopf wird Policat künftig wieder seiner Arbeit als Präventionsmaskottchen stolz nachgehen können.

Foto: © Steffen Gründel

Foto: © Steffen Gründel

Aufgrund des schönen Wetters verbanden wir diese Umkleide-Aktion gleich mit einem Kurzurlaub in Gotha. Dazu mußte auch Policat eine Nacht mit in unserem Hotel verbringen, was schon an der Rezeption für große Augen sorgte.

Foto: © Steffen Gründel

Foto: © Steffen Gründel

Auszeichnung mit der Goldenen Ehrennadel des Landkreises Altenburger Land

Übergabe der Ehrenurkunde durch den Landrat Herrn Sieghardt Rydzewski, links im Bild Herr Karsten Schalla (ehrenamtlicher Beigeordneter) Foto: Steffen Gründel

 

Gruppenfoto der 26 ausgezeichneten Ehrenamtlichen Foto: Steffen Gründel

Gruppenfoto der 26 ausgezeichneten Ehrenamtlichen Foto: Steffen Gründel

Urkunde Steffen Gründel

Urkunde Walburga Gründel-Syring mit Pin

Ausführlicher Beitrag im Lokalfernsehen TV Altenburg

Wir über uns

Das Projekt I “Nina und der Fremde” und das Projekt II “Policat rät: Nicht nur Schokolade!” sind ein Hilfsangebot zur körperlosen Verteidigung. Inhalt dieser Arbeit war und ist die Herstellung von Präventionswerkzeugen. Die Zielgruppe sind Pädagogen/Erzieher sowie Kinder und deren Familienangehörigen.

Seit Dezember 2006 fanden sich 73 Personen im Alter von 6 bis 78 Jahren aus dem In- und Ausland, die sich freiwillig selbst aktiv in diese Teamarbeit einbezogen haben.

Das hier vorgestellte Projekt I (Dezember 2006 bis Dezember 2008) war ein regionales Projekt im thüringischen Altenburger Land und ist abgeschlossen. Eine Analyse ergab, dass in dieses Projekt 927 Stunden Entwicklungsarbeit gesteckt wurden.

Das Projekt II (Beginn ab Mai 2010) steckt noch in Arbeitsphasen. Bis zum März 2011 wurden 330 Stunden daran gearbeitet.

Beide Projekte wurden in Anlehnung an die DIN 69901 ausgerichtet und sind aus privatem Vermögen finanziert.

Verantwortlich für beide Projekte sind:

Steffen Gründel (geb. 1955 in Dresden)
Diplomverwaltungswirt (FH)
tätig als Polizeibeamter

  • schrieb das Drehbuch für das Präventionsvideo “Nina und der Fremde” 2006/07, welches später als Vorlage für das “Nina-Lied” von einem Musikpädagogen Verwendung fand;
  • schrieb das Kniebuch “Nina und der Fremde” 2007;
  • schrieb die Handreichung für Pädagogen zum Thema “Sexueller Missbrauch an Kindern – Eine Gefahr auf dem Schulweg – Erkennen und vorbeugen” 2007;
  • Entwicklung einer Magnettafel für Kinder “Policat rät: Nicht nur Schokolade!” 2009;
  • ist unterwegs als Referent (im Ehrenamt) zu themenbezogenen Elternversammlungen und Weiterbildungsveranstaltungen für Erzieher in Kindertagesstätten seit 2007.

 

 

Walburga Gründel-Syring (geb. 1954 in Altenburg)
Dipl.-Ing. Papierverarbeitungstechnik (FH)
tätig als Auftragssachbearbeiterin in einer Druckerei

  • ist Namensfinder (Urheber) für den Namen und das Plüschtier “Policat”;
  • ist Lektor für die hier vorliegenden schulbuchbegleitenden Materialien;
  • verantwortlich für die Gesamtkonzeption der Werke “Nina und der Fremde” und “Policat rät: Nicht nur Schokolade!”;
  • verantwortlich für die Aktualisierung der Homepage.

 



Eine Leistung für Kinder

Im März 2008 wurde in Zusammenarbeit mit der Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal/Thüringen das Plüschtier „Policat“ hergestellt. Nach einer Projektpräsentation finanzierte der aus Lumpzig (Altenburger Land) stammende Versicherungsfachmann Alexander Busch das 150 cm große Präventionsmaskottchen. Dadurch bekamen die durchgeführten Aktionen für Eltern und Kinder eine neue Qualität. Der pädagogische Inhalt des Projektes stieg sprunghaft an.

Alexander Busch mit dem Plüschtier „Policat“ in Ronneburg

Alexander Busch mit dem Plüschtier „Policat“ in Ronneburg

 

Einsatzliste Policat 2008 bis 2012
35 Projektpräsentationen in Thüringen und Sachsen
10 Elternversammlungen
14 Kindergarteneinsätze (Vier-Wochen-Projekte)
04 Vorstellungen unseres Projektes vor insgesamt 56 Leiterinnen der Kindereinrichtungen im Altenburger Land in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, Referat Jugendamt
52 Grundschüler wurden in einem Ferienkurs zum Thema “Nina und der Fremde” geschult als Einstieg in ein Zwölf-Wochen-Projekt

About us

 

The project “Nina and the Stranger” and the project II “Policat advises: Not just chocolate!” are to be seen as a helpful incentive to use none physical self defence. Subject of this work was and is the production of tools of prevention. This is aimed at teachers as well as children and their family members.

Since December 2006 73 people aged between 6 and 78 at home and abroad came together to voluntarily actively join the team.

The ‘project I’ presented here (December 2006 till December 2008) was a regional project in Thuringia,  Altenburger Land and is now finished. An analysis has found that 927 hours of development work have been invested in this project.

The project II (begin May 2010) is still being worked on. Up to March 2011  330 hours have been spent on it.

Both projects were produced closely adhering to DIN 69901 and have been privately financed.

In charge of both projects are:

Steffen Gründel (born 1955 in Dresden)
Graduated in Public Management (university of applied science) / Diplomverwaltungswirt (FH)
serving policeman

  • wrote the script for the prevention video “Nina and the stranger” 2006/07, which was later used as a model for the “Nina-Song” by a music teacher;
  • created the knee book “Nina and the Stranger” 2007;
  • composed the hand-outs for teachers covering the subject “Sexual abuse of children – A potential threat on the way to school – Identify and prevent” 2007;
  • developed a magnetic board for children “Policat advises: Not just chocolate!” 2009;
  • has travelled as (unpaid) speaker to subject relevant parents’ evenings and training sessions for teachers in nursery schools since 2007.

 

 

Walburga Gründel-Syring (born 1954 in Altenburg)
Engineer of Paper Conversion Technology (university of applied science) / Dipl.-Ing. Papierverarbeitungstechnik (FH)
workig as senior clerk order processing in a printing firm

  • found the name (copyright owner of the name and the soft toy “Policat”);
  • is the editor of all the available material which assist the school book;
  • in charge of the complete concept of the works “Nina and the Stranger” and “Policat advises: Not only chocolate!”;
  • in charge of updating the homepage.

 

 

An endevor for the benefit of children

In March 2008 the soft toy „Policat“ was created in cooperation with Steiner GmbH Spielwarenfabrik Georgenthal/Thuringia which also made it. Following a presentation of the project the insurance agent Alexander Busch from Lumpzig (Altenburger Land) made a donation to pay for the 150 cm high prevention mascot. Due to this all the undertaken campaigns achieved a new level of quality for the children and parents. The educational contents of the project rose in leaps and bounds.

Alexander Busch with the soft toy „Policat“ in Ronneburg

Alexander Busch with the soft toy „Policat“ in Ronneburg

 

 

List of presentations of Policat from 2008 to 2012

35 project presentations in Thuringia and Sachsen
10 parents evenings
14 kindergarden projects (four weeks projects)
04 presentations of our project to 56 seniors of children’s institutions located in the county of Altenburg in cooperation with the youth section of the local council
52 primary school pupils were initiated into the subject “Nina and the Stanger” in a holiday course as an introduction to a twelve-week project .

Translated by Wolf-Richard Stolze DiplHdl

Policat unterwegs im Altenburger Land 2008 – 2010

 


Wie alles begann … (Projekt I)

Eine Mutter von vier Kindern und eine Grundschullehrerin hatten im Juni 2006 eine Idee, in Vorbereitung einer Projektwoche “Gewalt an Schulen” im April 2007 in einer Grundschule das Thema “sexueller Missbrauch an Kindern” aufzugreifen. Es sollte ein Präventionsvideo mit einem öffentlich-rechtlichen Sender gedreht werden. Eine Drehgenehmigung des Landratsamtes lag vor. Dazu lud der Schulleiter dieser Grundschule 35 Akteure im November 2006 ein, um die Projektwoche für den Projektmonat April 2007 zu besprechen. Bei dieser Versammlung äußerten Mitglieder aus der Gemeinde des Schulortes Bedenken einer möglichen Falschdarstellung und einer möglichen Verschändung der Gemeinde in der Öffentlichkeit.

Ein Teilnehmer dieser Veranstaltung sah ein “schwarzes Loch” in der Präventionsarbeit: Er erkannte, dass man zu diesem Zeitpunkt unseren Kinder nicht mehr helfen konnte. Auch die anderen Teilnehmer kamen zu dieser Erkenntnis, die Hilflosigkeit und die Ohnmacht war ihnen ins Gesicht geschrieben. Die Idee von der Mutter und der Grundschullehrerin war in dieser Form nicht mehr zu realisieren.

Aus dieser Ohnmacht heraus schrieb der Teilnehmer im Dezember 2006 ein Drehbuch “Nina und der Fremde”. Im Januar traf er sich mit der Mutter und einem Mitglied eines Videovereins aus dem Altenburger Land, um sein Drehbuch vorzustellen und um die Möglichkeit einer eventuellen privaten themenorientierten Zusammenarbeit zu besprechen.

Um den künftigen Videofilm in geeigneter Weise populär zu machen, war die ursprüngliche Idee, nebenher einen Präventionskalender für Kinder herzustellen. Eine Grafikerin wurde durch den Autor des Drehbuches angesprochen. Sie zeichnete Bilder, wie die Darsteller im Video zu sehen sind. Bald stellte sich aber heraus, dass ein Kalender und das Video allein für die Präventionsarbeit nicht ausreichend geeignet sind. Eine Bekannte mit verlagsherstellerischen Kenntnissen empfahl, ein Kniebuch für Vorschulkinder und die Klassen 1 und 2 sowie ein Leseheft für die Klassen 3 und 4 herzustellen. Diese beiden Produkte – analog der Geschichte im Video – erforderten eine Handreichung für Pädagogen. Zeitgleich kam die Idee, dass ein Lied die Geschichte “Nina und der Fremde” musikalisch umrahmt. Durch den Autor wurde ein Musikpädagoge angesprochen. Er arrangierte in Anlehnung an das Drehbuch bis September 2007 das Nina-Lied, welches auf dem Video und einer separaten CD zu hören ist. Außerdem produzierte er noch ein Mutmachlied.

Für den Förderschulbereich wurde das Thema auf Overheadfolien dargestellt.

Alle Produkte wie Videofilm, Kniebuch, Leseheft und Nina-Lied sowie der immerwährende Präventionskalender für Kinder sind themengetreu auf dem Drehbuch aufgebaut. Für Kindereinrichtungen ist das Plüschtier ein wertvolles pädagogisches Hilfsmittel.

Mit Hilfe des Landratsamtes Altenburger Land wurde es möglich, 56 Kindereinrichtungen im Altenburger Land jeweils ein Kniebuch und eine Handreichung für Pädagogen zur Verfügung zu stellen. Damit wurde das Projekt I “Nina und der Fremde” beendet. Unsere über 900 Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Herstellung dieser Materialien fand einen würdevollen Abschluss.


The way everything began (Project I)

In June 2006 a mother of four and a primary school teacher had the idea to tackle the subject of “Sexual abuse of children” in preparation of a project week “Violence at schools” that was to take place in a primary school in April 2007. The idea was to shoot a prevention video with the help of a public broadcasting station. The local authority granted permission to produce the video. Thus, in November 2006, the headmaster of this primary school invited 35 participants to discuss this project week planned for April 2007. Members of the local community within the school catchment area voiced their concerns at this meeting of a potential misrepresentation and a possible besmear of the local parish in the eye of the public.

One participant of this meeting saw a “Black hole” swallowing the prevention strategy: At this moment he realized that we could no longer help our children. All the other participants came to realize this as well, you could read their helplessness and powerlessness in their faces. The idea put forward by the mother and primary teacher could not be realized any longer in this way.

From this feeling of powerlessness one of the participants wrote a script “Nina and the stranger” in December 2006. In January 2007 he met with the mother and a member of the video club from the county of Altenburg to present his script and to discuss the possibility of a possible subject driven private team effort.

In order to popularize the future video in a suitable way the initial idea was to produce a prevention calendar for children as well. A graphic designer was approached by the author of the script. She drew pictures of how the actors in the video are to be shown. Soon it was realized that a calendar and the video on their own were not sufficiently suited for the prevention work. A friend with a publishing background recommended to produce a knee book for play-school children and for the first two years of primary school, as well as a reading book for the next two years. These two products – corresponding to the story in the video – made it necessary to create instructive materials for teachers. At the same time the idea was borne that a song could accompany the story “Nina and the stranger”. With the author’s help a music teacher was approached. He arranged the “Nina song” by September 2007 in close corroboration with the script, which can be listened to on the video and a separate CD. Furthermore he also produced a song to encourage the children.

For less able children the subject was presented on overhead foils.

All products, that are the video, knee book, reading book and Nina-song as well as the perpetual prevention calendar for children are based on the script closely following the subject. The soft toy is a valuable educational aid for any children’s institution.

With the assistance of the Altenburg county council it became possible to present 56 children’s institutions in the county of Altenburg each with a knee book and a guide for teachers. This concluded our 900 hours of voluntary work to produce these materials in a dignified manner.

Translated by Wolf-Richard Stolze DiplHdl