Allgemeines zu den Online-Kursen

019Seit Anfang April 2013 können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern auf dieser Homepage das Thema „Geh nicht mit Fremden mit!“ und „Nimm nichts von Fremden an!“ in acht Kursen besprechen. In diesen Übungsangeboten wird kurz und knapp erläutert:

Woran erkenne ich eine Automarke?
Was ist ein amtliches Kennzeichen (Nummernschild)?
Hilferuf-Übungen brauchen Zeit
Wie groß sollte der Sicherheitsabstand sein?
Lockmittel möglicher Täter und verdächtiges Ansprechen
Personen- und Sachbeschreibung
Mögliche Tatorte
Gefahren im Internet

Zum Schluss rundet ein Wissenstest für die Kinder diese Online-Übungen ab.

Gleichermaßen ist dieses Angebot nicht nur an Schulen und Einrichtungen gerichtet, die über ein Smartboard verfügen. Auch Einrichtungen, die nicht über diese technische Ausstattung verfügen, sollten diese Kurse mit in den Unterricht einbinden. Man kann dieses Equipment für den Projektzeitraum auf Nachfrage in Gemeindeämtern, Stadtverwaltungen, Landratsämtern, Medienzentren von Schulamtsbereichen, bei Trägern von Kitas, Firmen oder bei mittlerweile vielen Freiwilligen Feuerwehren ausleihen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns ein Feedback zu diesem Übungsangebot geben. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Angebot. Teilen Sie uns auch Ihre Erkenntnisse und vielleicht auch Hinweise für Verbesserungen mit. Verwenden Sie unser Gästebuch oder schreiben Sie eine „Nachricht an Policat„. Ihre Erfahrungen sind uns für die Weiterentwicklung dieses Online-Angebotes sehr wichtig und hilfreich.

Dafür bedanken wir uns ganz herzlich und wünschen viel Spaß bei der Arbeit mit den Kursen.

Steffen Gründel und Walburga Gründel-Syring

 

Kurse

Ab April 2013 ist die Polizeikatze „Policat“ mit acht Kursangeboten und einem Wissenstest virtuell für Sie und für Kinder hier unterwegs.
Sie können die Kurse der Reihe nach durchgehen, indem Sie seitenweise runterscrollen. Es besteht auch die Möglichkeit, durch einen Klick auf den Button zum jeweiligen Kurs zu springen.

Kurs 1

 

Woran erkenne ich eine Automarke?

Kurs 2

 

Was ist ein amtliches Kennzeichen?

Kurs 3

 

Hilferuf-Übungen brauchen Zeit

Kurs 4

 

Wie groß sollte der Sicherheitsabstand sein?

Kurs 5

 

Lockmittel möglicher Täter und verdächtiges Ansprechen

Kurs 6

 

Personen- und Sachbeschreibung

Kurs 7

 

Mögliche Tatorte

Kurs 8

 

Gefahren im Internet

Kurs 9

 

Wissenstest für kleine und große Kursteilnehmer

 

 

 

Kurs 1: Woran erkenne ich eine Automarke?

Das rechtzeitige Kennlernen von Pkw-Marken ist für jedermann wichtig. Aber oft, nachdem eine Straftat mit Kraftfahrzeugen passiert ist, kann der oder die Geschädigte keine Angaben dazu machen. Wir lernen hier einige Pkw-Embleme kennen. Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Kind diese Marken gegebenenfalls bei einem Spaziergang anschauen und erklären.

 BMW  Mercedes Benz  Fiat  Alfa Romeo
Mini  Lancia  Opel  Renault
 Citroen  Peugeot  Hyundai  Mitsubishi
Dacia  Saab  Smart  KIA
Trabant  Subaru

Von allen hier abgebildeten Emblemen liegt die Nutzungserlaubnis des Markeninhabers vor.

 

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Kurs 2: Was ist ein amtliches Kennzeichen?

Wir beschränken uns nur auf die Kfz-Kennzeichen in Deutschland.Autokennzeichen (5)Autokennzeichen (9)

Ein Kraftfahrzeugkennzeichen (umgangssprachlich auch Nummernschild genannt) ist eine von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde zugeteilte individuelle Registrierungsnummer für Kraftfahrzeuge (Kfz), die sowohl in den Zulassungsregistern, in den Fahrzeugunterlagen als auch auf den Schildern der Kennzeichen erscheint. Kennzeichen und Kennzeichenschilder haben unterschiedliche Funktionen.

 

 

Hier können Sie selbst erfahren, woher ein Fahrzeug kommt.

 

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Kurs 3: Hilferuf-Übungen brauchen Zeit

Wenn Kinder in einer Gruppe/Gemeinschaft sind, geht es mitunter sehr laut zu. Es wird Krach gemacht und geschrien. Jedes Kind will sich durch Lautstärke behaupten und im Vordergrund stehen.

Ganz anders sieht es bei Einzelübungen aus. Hierbei sind Kinder meist gehemmt und trauen sich nicht, laut zu schreien. In bedrohlichen Lagen ist es aber wichtig, dass sich das Kind lautstark äußern kann und somit auf sich aufmerksam macht. Üben Sie  mit Ihren Kindern die Hilferufe, stärken Sie damit ihr Selbstbewusstsein.

Um die Übungen anzuhören, klicken Sie bitte auf die Bilder.

Anfangsübungen

Anfangsübungen

Ergebnis nach einer halben Stunde

Ergebnis nach einer halben Stunde

Übungserfolg nach rund einer Stunde mit Pausen

Übungserfolg nach rund einer Stunde mit Pausen

Hört Euch an, was Policat rät.

Hört Euch an, was Policat rät.

 

Policat rät: Achtung Vorsicht!  Häusliche Hilferuf-Übungen können im privaten Wohnumfeld über den Notruf 110 Alarm bei der Polizei oder bei Behörden – wie beim Jugendamt – auslösen!

Fallen diese Hilfe-Übungen aufgrund dieser Anscheinsgefahr aus? NEIN wir üben, üben, üben!

Definition: Als Anscheinsgefahr wird eine Sachlage bezeichnet, die eine Behörde als gefährlich angesehen hat und unter den gegebenen Umständen bei Anlegung eines Maßstabes verständiger Würdigung und hinreichender Sachverhaltsaufklärung als gefährlich ansehen durfte, während im Nachhinein die Gefährlichkeit widerlegt ist.

Policat rät: Nachbarschaft über häusliche Übungen in Kenntnis setzen bzw. die Schulleitung informiert die zuständige Polizeidienststelle über diese Übungen.

Pädagogen empfehlen: Üben, üben, üben! Eltern sehen leider diese Notwendigkeit mit unterschiedlicher Erforderlichkeit.

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Kurs 4: Wie groß sollte der Sicherheitsabstand sein?

Frage: Wie groß muss der Sicherheitsabstand zu einer Person und zu einem haltenden Kraftfahrzeug sein?

FALSCH: Der Sicherheitsabstand ist zu gering.

FALSCH: Der Sicherheitsabstand ist zu gering.

RICHTIG: Der Sicherheitsabstand ist groß genug.

RICHTIG: Der Sicherheitsabstand ist groß genug.

 

 

 

 

 

 

 

 

Antwort: Zwei Armlängen Abstand sind angemessen, um den Angriff eines möglichen Täters zu erschweren.

FALSCH: Der Abstand zum Auto ist zu gering.

FALSCH: Der Abstand zum Auto ist zu gering.

RICHTIG: Der Sicherheitsabstand wird eingehalten.

RICHTIG: Der Sicherheitsabstand wird eingehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Achtung! Wenn ein Auto hält und der Fahrer versucht, Dich ins Auto zu locken, sofort wegrennen und Meldung machen!

 

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Kurs 5: Lockmittel möglicher Täter und verdächtiges Ansprechen

Mögliche Täter versuchen mit unterschiedlichen Geschenken und Versprechen, das Vertrauen eines Kindes zu gewinnen und sich einzuschleimen. Medienberichte haben in der D:DCIM100DICAMDSCI0526.JPGVergangenheit die Vielfalt der angewendeten Lockmittel aufgezeigt. Nicht nur materielle Dinge wie Kleidung, Süßigkeiten, Geld, Eis und Kuchen, Spielzeug usw. wurden Kindern angeboten. Auch kleine und niedliche Tiere – junge Hunde und Katzen – wurden schon als Lockmittel benutzt.

Fremder und Kind - 1

Besprechen Sie mit Ihrem Kind folgende Punkte:

Warum will der Fremde mir etwas schenken?
Was will er damit erreichen?
Welche Gegenleistung verlangt er von mir?
Warum darf ich niemand von diesem „Geschenk“ erzählen?
Warum droht er mir: „Wenn Du das „Geschenk“ nicht annimmst, dann erzähl ich deinen Eltern …“.

 

05062008682
Besprechen Sie mit Ihrem Kind, warum und wie es die Annahme von solchen Lockmitteln verweigern soll und dass es sofort dieses Vorkommnis einer Vertrauensperson melden muss.

 

 

Erklären Sie Ihrem Kind auch, wer eine Vertrauensperson ist.

 

 

Informieren Sie sich auch durch unseren Flyer Verdächtiges Ansprechen über die Notwendigkeit der Sofortmeldung.

 

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Kurs 6: Personen- und Sachbeschreibung

Wir Erwachsene wissen, es ist sehr schwer, nach einer geschehenen Straftat eine Personen- und Sachbeschreibung abzugeben. Manche Kinder hatten schon im Kindergarten die Möglichkeit, ihre Beobachtungsgabe selbst zu testen.

Im folgenden sind einige Elemente grafisch dargestellt, die von einem Kriminalisten zur Erstellung eines Phantombildes benötigt werden.

Augenbrauen

Augenbrauen

Augen

Augen

Brille

Brille

 

 

 

 

 

Bart

Bart

Haare

Haare und Frisur

Kopfform

Kopfform

Nase

Form der Nase

Ohren

Ohren

 

 

 

 

 

 

Kopfbedeckung

Art der Kopfbedeckung

Mund

Mund

 

Mehr über die Details zu den einzelnen Elemente erfahren Sie in unserer Handreichung für Pädagogen aus unserem Projekt I „Nina und der Fremde“, S. 10 + Seite 11.

Hier finden Sie eine sehr gute Anleitung für die Beschreibung einer Person.

 

 

 

Inhalt einer Sachbeschreibung ist, den Gegenstand so zu beschreiben, dass ein anderer sich ein Bild davon machen kann. Dabei ist die Nennung von Besonderheiten und Abweichungen vom Normalen in der heutigen Zeit der Massenproduktionen sehr wichtig, wie z. B. an meinem Fahrrad sind Kratzer an einer bestimmten Stelle, oder es ist ein Code eingraviert.
Weitergehende Kriterien für eine Beschreibung eines Gegenstandes finden Sie hier.

 

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Kurs 7: Mögliche Tatorte

In unseren beiden Projekten „Nina und der Fremde“ und „Policat rät: Nicht nur Schokolade!“ zeigen wir den Kindern auf, welche Gefahren im weitesten Sinne auf dem Weg von und zur Schule/Kindereinrichtung auf sie lauern könnten.

Straßenbahn

in der Straßenbahn

Bus

im Bus

Schulbus-Haltestelle

an der Schulbus-Haltestelle

 

 

 

 

 

 

 

 

039

auf dem Weg von und zur Schule

Kindereinrichtung

auf dem Weg von oder zur Kindereinrichtung

auf dem Schlweg

auf dem Schulweg

 

 

 

 

 

 

 

 

enge Straße in einer Stadt

in einer engen Straße einer Stadt

Spielplatz

auf einem Spielplatz

Tatort Internet

Tatort Internet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Tatorte wie der Vereinsbereich, Urlaubs- und Familienbereich sowie kirchliche Einrichtungen werden durch uns nicht aufgegriffen. Unser Anliegen ist es, die Kinder in jeder Lebenssituation auf mögliche Gefahrensituationen aufmerksam zu machen und ihnen Hinweise zum richtigen Handeln zu geben.

 

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Kurs 8: Gefahren im Internet

Ein 24-jähriger Mann ist von der Staatsanwaltschaft Mühlhausen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei Mädchen angeklagt worden. Der geständige Thüringer soll die sechs und sieben Jahre alten Kinder zur Befriedigung seines pädophilen Triebes unbekleidet fotografiert haben. Die pornografischen Bilder habe er zum Teil ins Internet gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Die Mädchen mussten für ihn auch mit „Sexspielzeugen“ posieren. (Quelle: OVZ vom 06./07.04.2013)

Ein Student soll über Internet-Chats Kontakt zu Mädchen hergestellt und sie sexuell genötigt haben. Wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern über Online-Dienste und Soziale Netzwerke in 40 Fällen und der – teilweise versuchten – Nötigung mit sexuellem Hintergrund von Kindern und Jugendlichen in 48 Fällen hat die Staatsanwaltschaft Kempten gegen einen 25 Jährigen Anklage am Landgericht Kempten erhoben. (Quelle: all-in.de vom 26.03.2013)

Solche Mitteilungen in den Medien zeigen, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern auch im Internet stattfindet. Angesichts dieser negativen Randerscheinung um Umgang mit Computern sind die Eltern und alle Aufsichtspersonen gefordert, ihre Schützlinge vor den Gefahren im Internet zu warnen und über diese aufzuklären. Grundvoraussetzung ist das Vertrauen der Eltern in ihre Kinder und auch umgekehrt. Denn es liegt in der Natur eines Heranwachsenden und in seinem Lernprozess, neugierig und wissbegierig zu sein, vieles probieren zu wollen und auch zu versuchen, gesetzte Grenzen zu überschreiten.

Es gibt für Kinder eigene Chatrooms, in denen sie sich frei bewegen können. Leider versuchen potentielle Täter, auch in diese Bereiche einzudringen und Kinder mit perversen Hintergrund anzusprechen. Bei einem ausgeprägten Vertrauensverhältnis Kind/Eltern berichtet das Kind seinen Eltern darüber. Es muss dabei zuerst sein Schamgefühl überwinden. In so einem Fall wird von den Eltern gefordert, sofort eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Völlig falsch ist es, dem Kind Vorhaltungen zu machen, dass es chattet und vielleicht auch außerhalb von kindergeschützten Seiten surft.

Wie erstelle ich einen Screenshot (Bildschirmausschnitt)?

Wie erstelle ich einen Screenshot (Bildschirmausschnitt)?

Verhaltensregeln für Eltern/Aufsichtspersonen, wenn ihnen ein Fall von Belästigung ihres Kindes durch das Internet bekannt wird:

  • Keine Vorhaltungen gegenüber dem Kind wegen seines Chat- bzw. Surfverhaltens, stattdessen dessen Mut loben, weil sich das Kind offenbart hat.
  • Nach Möglichkeit diese Konversation/Webseite speichern, ausdrucken oder als Screenshot abspeichern.
  • Umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten

 

 

Weitere Informationen zum Thema „Gefahren im Internet“ finden Sie
unter www.polizei-beratung.de und auch beim Weißen Ring
sowie beim Thüringer Landesbeauftragten für Datenschutz.

 

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